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Röteln

Röteln sind eine hoch ansteckende Infektionskrankheit, die vor allem Kinder betrifft. Befallen sie Schwangere, können schwere Behinderungen des Kindes die Folge sein.

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Röteln zählen zu den sogenannten Kinderkrankheiten. Im Kindesalter verläuft die Erkrankung ohne Komplikationen, infiziert sich aber eine Schwangere, die bisher noch keine Rötelnerkrankung durchgemacht hat, so kann dies schwere Behinderungen ihres Babys zur Folge haben.

Nach einer durchgemachten Infektion ist man in der Regel immun gegen die Erkrankung.

Ursache von Röteln

Ausgelöst werden die Röteln durch das Röteln- oder Rubella-Virus. Die Übertragung der Viren erfolgt durch Tröpfcheninfektion beim Niesen, Husten oder Sprechen, seltener auch durch direkten Kontakt und gemeinsam benutzte Gegenstände.

Symptome bei Röteln

Die Inkubationszeit, also der Zeitraum zwischen Ansteckung und Erkrankung beträgt zwei bis drei Wochen, wobei der Infizierte bereits sieben Tage vor Ausbruch der Krankheit ansteckend ist. Bis zu 50 Prozentder Infektionen verlaufen ohne Symptome, hinterlassen aber trotzdem eine Immunität. Der Mediziner nennt dies „stille Feiung“.

Verursacht der Erreger Beschwerden, dann kommt es zu Beginn der Erkrankung zu Schnupfen, leichtem Fieber, Bindehautentzündung und geschwollenen Lymphknoten im Nacken. Oft bleiben dies auch die einzigen Symptome. Der typische Ausschlag beginnt meist hinter den Ohren und breitet sich vom Gesicht auf den Körperstamm und die Extremitäten aus. Der Ausschlag ist kleinfleckig, zartrosa bis hellrot und juckt in der Regel nicht. Nach ein bis drei Tagen beobachtet man ein Abklingen des Hautausschlages und des Fiebers.

Wenn Sie bei Ihrem Kind Röteln vermuten, konsultieren Sie am besten Ihren Haus- oder Kinderarzt. Nehmen Sie bitte vor dem Besuch telefonischen Kontakt auf, damit andere Personen im Wartezimmer vor einer Ansteckung geschützt werden können.

Anders als bei anderen Kinderkrankheiten ist die Diagnose anhand der Symptome unsicher, da Röteln leicht mit einer anderen Erkrankung, die mit einem fleckigen Hautauschlag einhergehen, verwechselt werden können. Zur sicheren Diagnose dient ein Nachweis des Erregers oder spezieller Antikörper im Blut.

Gegen das Virus gibt es keine ursächliche Therapie. Deshalb zielt die Therapie auf die Linderung der Symptome. Das Fieber lässt sich mit fiebersenkenden Medikamenten oder Wadenwickeln behandeln.

Damit sich andere Personen, vor allem Schwangere, nicht infizieren können, lassen Sie Ihr Kind zu Hause und schicken Sie es erst wieder in den Kindergarten oder in die Schule, wenn Ihr Kinderarzt damit einverstanden ist. Nehmen Sie es auch nicht mit zum Einkaufen.

Röteln vorbeugen

Gegen Röteln gibt es eine wirksame Impfung. Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut in Berlin empfiehlt die Grundimmunisierung in Kombination mit Mumps und Masern im 11. – 14. Lebensmonat. Die Grundimmunisierung ist nach der zweiten Impfung bis zum Ende des zweiten Lebensjahres abgeschlossen.

Da eine Röteln-Infektion in der Schwangerschaft schwere Behinderungen des Ungeborenen zur Folge hat, sollten sich vor allem Mädchen, sie sich bereits in der Pubertät befinden, gegen Röteln impfen lassen.