Aphten – wenn es im Mund kribbelt und brennt

Aphten – wenn es im Mund kribbelt und brennt

Ein Kribbeln oder Brennen im Mund spricht oft für Aphten, die mitunter mit Herpesbläschen verwechselt werden. Betroffene klagen über brennende Schmerzen im Mund, nachdem sie ein Glas Saft getrunken haben. Bei Aphten handelt es sich um kleine Mundgeschwüre in Form von Bläschen.

Manchmal treten sie aber auch im Genitalbereich oder als Begleiterscheinung von anderen Krankheiten wie beispielsweise der Gefäßentzündung Morbus Behçet auf. In unserem Ratgeber erfahren Sie mehr über Symptome von Aphten, welche Formen der Aphthose existieren und welchen Behandlungen bei Schleimhautveränderung helfen.

Inhaltsverzeichnis:
  1. Aphten auf der Zunge
  2. Symptome von Aphten
    • Vier Phasen der Aphthose
  3. Verschiedene Formen von Aphten
    • Minor-Aphten
    • Major-Aphten (Sutton Aphten)
    • Herpetiforme Aphten (Stomatitis herpetiformes)
  4. Typische Ursachen von Aphten
  5. Aphten behandeln – so gehen Sie am besten vor
Aphte in der Mundschleimhaut
Aphten auf der Zunge sind sehr schmerzhaft

Aphten auf der Zunge

Aphten auf der Zunge, insbesondere am Zungenrand sind besonders schmerzhaft, da hier viele Nervenenden zusammenfinden. Daher führen diese Aphten zu stärkeren Schmerzen als die auf der Mundschleimhaut. Aphten betreffen nicht nur die Zunge, sondern besiedeln auch das Zahnfleisch, verteilen sich in der Mundhöhle oder gelangen bis zu den Mandeln vor. Die Geschwüre können jedoch ebenso an der Spitze der Zunge auftreten.

Die Symptome von Aphten

Aphten erkennen Sie an ihrer kleinen, runden oder ovalen Form und der gelb-weißlichen Färbung der Bläschen. Die weißliche Verfärbung bildet den Mittelpunkt des Bläschens und wird von einem roten Untergrund umrandet. Sie können nur ein oder zwei Millimeter und damit so groß wie der Kopf einer Stecknadel sein oder auch bis zu drei Zentimeter Durchmesser erreichen.

Allen Aphten ist Folgendes gemein: Sie verursachen Schmerzen beim Verzehr von Speisen und Getränken. Doch auch Schlucken, Zähne putzen und manchmal sogar das Sprechen kann zu Schmerzen führen. Im späteren Verlauf platzt das weiße Bläschen auf, sodass eine Läsion entsteht. Die verletzte Stelle entzündet sich aufgrund der zahlreichen Bakterien im Mund. Dies führt zu dem brennenden Gefühl, das viele Betroffene verspüren.

Die vier Phasen der Aphthose

  1. Prodromalstadium: Es kommt zum Brennen, Kribbeln oder einem Spannungsgefühl
  2. Präulzeröse Phase: Es entstehen Rötungen und Knötchen
  3. Ulzeratives Stadium: Defekt der Schleimhaut
  4. Abheilung

Verschiedene Formen von Aphten

Es werden drei Formen von Aphten unterschieden:

Minor-Aphten

Minor-Aphten haben die Größe einer Linse und die Verletzung ist eher oberflächlich. In der Regel heilen sie nach sieben bis vierzehn Tagen von alleine ab und hinterlassen keine Narben. Sie werden auch als Mikulicz-Aphten bezeichnet. Sie kommen mit Abstand am häufigsten vor und 80 bis 90 Prozent aller Betroffenen leiden an dieser Form.

Major-Aphten (Sutton Aphten)

Dieser Typ der erreicht eine Größe von bis zu drei Zentimeter und dringen tief ins Gewebe der Mundschleimhaut vor. Meistens entstehen dabei Narben in der Schleimhaut.

Herpetiforme Aphten (Stomatitis Herpetiformes)

Hier weisen die Aphten eine große Ähnlichkeit mit Herpesbläschen auf, denn sie erscheinen am Zungenrand. Außerdem breiten sie sich oft am Innenrand der Lippe aus und treten in größerer Zahl (bis zu 100 Stück) auf. Dafür sind sie jedoch nur wenige Millimeter groß. Obwohl sie dem Herpes-Virus ähnlich sehen, besteht keinerlei Verwandtschaft zwischen den Infektionen.

Aphte auf der Zunge
Aphthe an der Lippeninnenseite

Typische Ursachen von Aphten

Die Ursachen von Aphten sind noch nicht abschließend erforscht. Wissenschaftler gehen zurzeit davon aus, dass Reizungen durch Zahnspange oder eine Prothese zu den Risikofaktoren für Aphten zählen. Beide reiben stetig entlang des Zahnfleisches oder der Mundschleimhaut. Eine zu intensive, engagierte Reinigung mit der Zahnbürste kann ebenfalls zu kleinen Läsionen führen.

Ein Mangel an Folsäure, Vitamin B12 oder Zink, ein geschwächtes Immunsystem, Stress sowie hormonelle Veränderungen bei Frauen stehen zusätzlich im Verdacht, Aphten zu verursachen. Daneben kann eine Zahnpasta mit Natriumlaurylsulfat (SLS) oder eine familiäre Veranlagung ebenfalls zur Aphthose führen.

Zur genauen Feststellung der Ursache raten wir Ihnen zu einem Besuch beim Arzt. Dies gilt vor allem dann, wenn Sie zum ersten Mal oder unter ständig wiederkehrender Aphthose leiden. Möglicherweise liegt die Ursache auch in einer Autoimmunkrankheit. Dabei bekämpft Ihr Körper das eigene Gewebe.

Doch auch chronische Darmentzündungen wie bei einer Zöliakie, die Entzündung der Dünndarmschleimhaut oder die Hand-Mund-Fuß-Krankheit stellen potenzielle Ursachen dar. Ihr Arzt kann nach einer umfassenden Untersuchung weitere Maßnahmen zur Therapie gegen die Aphten bestimmen.

Aphten behandeln – so gehen Sie am besten vor

Die kleinen, schmerzhaften Läsionen lassen sich auf vielerlei Weise behandeln. Für besonders hartnäckige Fälle eignen sich spezielle Medikamente, die Ihren Körper bei der Abheilung unterstützen. Wir raten Ihnen zu der Verwendung von apothekenpflichtigen Arzneimitteln, wenn die Verletzungen nicht binnen 14 Tagen von alleine abheilen. Sie können dabei zwischen Fluid, Gelen oder Lösungen wählen. Diese reduzieren den Bakteriengehalt im Mund. Die Folge ist, dass die Entzündung zurückgeht. Als oft verwendete Inhaltsstoffe zeichnen sich Lidocainhydrochlorid, Trometamol oder Auszüge aus der Kamillenblüte ab. In einigen Präparaten wird zudem Kortison als wirksamer Inhaltsstoff eingesetzt.

Zur Schmerzlinderung eignen sich aber auch spezielle Salben, Sprays oder Lösungen zum Gurgeln. Keimtötende Mundspülungen stellen ebenfalls eine sinnvolle Ergänzung dar. Den Heilungsprozess können Sie außerdem mit folgenden Hausmitteln und Vorsichtsmaßnahmen unterstützen: Teebaumöl, Kamillentinktur oder grüner Tee haben sich bewährt. Die Hausmittel sind jedoch gerade in schweren Fällen kein Ersatz für Arzneimittel.

Folgendes Video gibt Ihnen noch ein paar Tipps:

Wir empfehlen Ihnen, möglichst auf scharfes Essen oder säurehaltige Lebensmittel wie Zitronen, Tomaten, Salatsoßen mit Essig sowie Obstsäfte zu verzichten. Ein besonderes Augenmerk sollten Sie auf die Mundhygiene legen: Seien Sie vorsichtig beim Putzen Ihrer Zähne und nutzen eine weichere Bürste. Zu starkes Schrubben würde zu zusätzlichen Reizungen führen.

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