Sodbrennen – wenn der Magen übersäuert

Sodbrennen – wenn der Magen übersäuert

Nach großen, üppigen Mahlzeiten und/oder dem Genuss von Alkohol leiden viele Menschen unter Sodbrennen. Im Folgenden erläutern wir Ihnen alles Wichtige zum Thema Sodbrennen. Wir beantworten Fragen, wie Sodbrennen ausgelöst wird und was Sie dagegen tun können.

Inhaltsverzeichnis:
  1. Sodbrennen – Was hilft?
  2. Sodbrennen Symptome – so äußert sich der Reflux
  3. Sodbrennen Ursachen – das steckt dahinter
  4. Fazit – Sodbrennen ist mehr als nur ein Brennen im Magen

Magensäure fließt in die Speiseröhre (auch “Ösophagus” genannt) und reizt dort die Schleimhaut. Schnell kommt es zu brennenden Schmerzen. Dieses Zurückfließen der Magensäure wird auch als Reflux bezeichnet, wenn die Magensäure bis in den Rachen aufsteigt. Doch wie erkennen Sie Sodbrennen und wie fühlt es sich an? Mitunter leiden Sie zusätzlich unter einem Druckgefühl genau hinter dem Brustbein. Treten die Beschwerden nur manchmal auf, besteht nur wenig Grund zur Sorge. Bei chronischem Sodbrennen hingegen sollten Sie aktiv werden.

Sodbrennnen im Hals

Sodbrennen – Was hilft?

Die Behandlung von Sodbrennen ist mitunter nicht immer einfach. Es gibt jedoch einige Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um dem Aufsteigen der Säure beizukommen. Leiden Sie nur hin und wieder unter Sodbrennen, können Sie den Beschwerden mit stärkehaltigen, säurebindenden Lebensmitteln beikommen. Wir empfehlen u. a. Brot, Reis und Nudeln aus Vollkorn als magenschonende Alternative. Bananen und Haferflocken können ebenfalls beruhigend auf Ihren Magen wirken. Wir haben jedoch noch weitere Tipps für Sie, die die Beschwerden und das saure Aufstoßen abschwächen können:

Sodbrennen – das können Sie tun

Leiden Sie gerade unter akutem Sodbrennen, können Sie diesem Gefühl mit etwas warmer Milch entgegenwirken. Eine ähnliche Wirkung haben auch trockenes Brot und Zwieback. Daneben empfehlen wir Heilerde und Kamillentee. Einige Betroffene profitieren auch vom regelmäßigen Verzehr von Mandeln. Genauso hilft es auf die Schnelle, wenn Sie Wasser trinken, in dem zuvor Natron aufgelöst wurde.

So können Sie Sodbrennen vorbeugen

Wir raten Ihnen, dass Sie sich zum Essen genug Zeit nehmen und das Essen nicht hastig hinunter schlingen. Grob zerkaute Nahrung ist schwer für Ihren Magen zu verdauen und liegt sprichwörtlich schwer im Magen. Außerdem erhöht der Speisebrei den Druck auf den Schließmuskel (auch “Ösophagussphinkter” genannt) des Magens. Nehmen Sie sich also genug Zeit für jede Mahlzeit und kauen Sie gründlich. Positiver Nebeneffekt ist, dass Sie durch gleichmäßiges Kauen weniger Nahrung zu sich nehmen, da das Sättigungsgefühl früher einsetzt.

Statt drei große Mahlzeiten einzunehmen, können Sie die Menge auch auf mehrere, kleine Mahlzeiten aufteilen. Ein weiterer Tipp, wie Sie Sodbrennen entgegenwirken können: “Nach dem Essen sollst Du ruhen oder tausend Schritte tun.” Tatsächlich hilft die Bewegung Ihnen dabei, die Verdauung anzukurbeln und die Magenentleerung zu beschleunigen.

Tritt Sodbrennen dagegen bei Ihnen öfter nachts auf, empfehlen wir Ihnen folgende Maßnahmen: Essen Sie kurz vor dem Schlafengehen nichts mehr. Stellen Sie das Kopfteil Ihres Bettes etwas höher. Durch die höhere Lagerung wird der Rückfluss erschwert. Dies senkt das Risiko nachts von Sodbrennen aufzuwachen.

Übertritt der Magensaft dennoch die Grenze des Mageneingangs, sollten Sie sich auf die linke Körperseite drehen. Der Mageneingang zeigt auf diese Weise nach oben und die Schwerkraft erschwert den Rückfluss. Weitere Tipps und Hausmittel gegen den Reflux finden Sie in unserem Ratgeber. Diese Tipps garantieren keine vollständige Besserung und gegebenenfalls benötigen Sie gerade bei stärkere Beschwerden säurebindende Medikamente gegen Sodbrennen. Sogenannte Antazida zählen zu den freiverkäuflichen Medikamenten und werden bei säurebedingten Magenbeschwerden eingesetzt. Sollten diese jedoch nicht anschlagen, raten wir dringend zu einem Arztbesuch.

Sodbrennen Symptome – so äußert sich der Reflux

Ob Sie unter Sodbrennen leiden, erkennen Sie leicht daran, wenn der Mageninhalt nach oben in die Speiseröhre steigt. Der Mediziner spricht auch von der sogenannten Refluxkrankheit. Neben dem Aufstoßen von Magensaft und Speisebrei können Sie auch unter Schmerzen hinter dem Brustbein verspüren. Die Säure reizt die Speiseröhre mit Verätzungen. In einigen Fällen kommt es auch zu einem Druckgefühl im Oberbauch. Sollten Sie bemerken, dass der Speisebrei die Speiseröhre entlang bis in den Mund steigt, entsteht ein unangenehmer Geschmack im Mund. Die Säure könnte zudem den Zahnschmelz angreifen.

Viele Betroffene der Refluxkrankheit leiden neben dem Brennen in der Speiseröhre auch unter Übelkeit, Bauch- bzw. Magenschmerzen und Blähungen. Weitere Erscheinungen sind Magendruck oder Völlegefühl. Möglicherweise neigen Sie auch zum Erbrechen und versuchen auf diese Weise, die überschüssige Magensäure loszuwerden. Die Refluxkrankheit kann zusätzlich zur einer Entzündung der Speiseröhre führen, auch Ösophagitis genannt. Die empfindliche Schleimhaut der Speiseröhre wird dabei durch die aggressive Salzsäure des Magensaftes angegriffen.

Sodbrennen Ursachen – das steckt dahinter

Die häufigsten Ursachen für Sodbrennen sind fettige und opulente Mahlzeiten. Dabei erhöht auch die Menge der Nahrung den Druck auf den Magen und die Gefahr für den Rückfluss steigt. Reduzieren Sie den Genuss von Alkohol und Zigaretten. Trinken Sie daher maximal ein oder zwei Gläser Wein oder Bier zum Essen. Noch besser ist es, Sie verzichten ganz darauf. Auch Zitrusfrüchte, kohlensäurehaltige Getränke und Filterkaffee können zu Problemen führen.

Genießen Sie häufiger schwarzen Tee bzw. Kaffee oder Schokolade, kann dies ebenfalls zu Sodbrennen führen. Außerdem zählen Stress und Nervosität zu den weiteren Ursachen. Neigen Sie häufiger zu Sodbrennen, empfehlen wir Ihnen, auf scharfe oder saure Mahlzeiten zu verzichten. Manchmal steckt hinter dem Reflux jedoch nichts anderes als eine einfache, akute Gastritis – auch Magen-Darm-Grippe genannt.

Sodbrennen kann auch während der Schwangerschaft auftreten, da der Schließmuskel des Magens während der Schwangerschaft undicht wird und die wachsende Gebärmutter von unten gegen den Magen drückt. Durch die Verschiebung der Organe im Mutterleib kann es mitunter zu starkem Sodbrennen kommen.

Übergewichtige Menschen neigen vermehrt zu Sodbrennen, da das hohe Gewicht auf den Magen drückt. Druck, der den Mageninhalt in Richtung Speiseröhre transportiert, kann daneben folgendermaßen entstehen: Die Magenmuskulatur erschlafft und transportiert die Nahrung wenig effektiv in den Dünndarm.

Was tun bei starkem Sodbrennen?

Starkes Sodbrennen spricht oft für eine andere Ursache als Übergewicht oder fettiges Essen. Die Beschwerden können auch durch andere Ursachen hervorgerufen werden, die nur ein Arzt feststellen kann. Folgende Erkrankungen kommen dabei in Frage:

  • Speiseröhrenentzündung: Starkes Sodbrennen kann auf eine Entzündung der Speiseröhre hindeuten. Sie wird auch Ösophagitis genannt und kann durch eine ständig angegriffene Schleimhaut entstehen. Neben dem Sodbrennen sind Schluckbeschwerden und Erbrechen weitere Symptome einer einer Ösophagitis.
  • Zwerchfellbruch: Der Reflux entsteht als Folge eines Bruchs des Zwerchfells. Dabei stülpt sich ein Teil des Magens durch das Loch im Zwerchfell nach oben. Meistens wird der Zwerchfellbruch nur zufällig entdeckt.
  • Reizmagen: Der Reizmagen (bzw. eine funktionelle Dyspepsie) ist oftmals ebenfalls ursächlich für Sodbrennen. Dabei funktionieren die Organe jedoch vollständig. Achten Sie in diesem Zusammenhang vor allem auf weitere Beschwerden wie Schmerzen, Druckgefühl bzw. Völlegefühl im Bauch. Manchmal kommt es auch zu Erbrechen bzw. Übelkeit. Viele Patienten mit einem Reizmagen verspüren zudem weniger Appetit.
  • Diabetes: Unter Umständen kann fortgeschrittene Diabetes zu einer Fehlfunktion der Nerven der Speiseröhre führen. Diese bewirkt, dass der Speisebrei nicht mehr korrekt transportiert wird. Daher ist Sodbrennen manchmal eine Begleiterscheinung.

Als Untersuchungsverfahren werden Endoskopie, Magensaftuntersuchung oder eine Magenspiegelung angewandt. In einem späteren Schritt bespricht Ihr Arzt mit Ihnen, welche Medikamente und Therapien für Sie geeignet sind.

Fazit – Sodbrennen ist mehr als nur ein Brennen im Magen

Sodbrennen tritt oft nach großen Mahlzeiten und/oder dem Konsum von Alkohol oder Nikotin auf. Daher raten wir zu einem mäßigen Genuss. Weitere Faktoren, die das Risiko für Sodbrennen steigern sind Übergewicht, Stress und Nervosität. Eine Risikogruppe für Sodbrennen sind Schwangere, denn die Ausdehnung der Gebärmutter sorgt für eine Verschiebung der Organe. Das führt letztendlich zu einem erhöhten Druck auf den Magen.

Sodbrennen lässt sich in einigen Fällen mit den richtigen Lebensmitteln Abhilfe verschaffen. In schwerwiegenden Fällen benötigen Patienten säurebindende Medikamente. Bei einigen Patienten kommt es auch zum Reflux, also zu einer Entzündung der Speiseröhre. Hier ist ein Gang zum Arzt ratsam. Wichtig ist es, dass Sie auf Ihre Nahrung achten, bestimmte Lebensmittel reduzieren, anderen Lebensmittel bevorzugen und Ihren Magen im Blick haben.

Porträt von Konstantin Primbas

Apotheker und Inhaber Konstantin Primbas

„Mit unserem APONEO-Ratgeber möchten wir unseren Kunden Hilfestellung, Orientierung und Antworten auf Ihre Gesundheitsfragen im Alltag geben und damit einer unserer Kernaufgaben - der Beratung – mit unserem Expertenteam gerecht werden.“

Als Gründer und Inhaber steht Apotheker Konstantin Primbas mit seinem Apothekerteam dem APONEO-Ratgeber hilfreich zur Seite. Von A wie Adipositas bis Z wie Zahnfleischentzündung umfasst der beliebte Ratgeber Wissenswertes zu verschiedensten Gesundheitsthemen. Alles aktuell, leicht verständlich und mit passenden Empfehlungen.

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