Sonnenallergie - wenn Sonnenlicht zur Qual wird

Sonnenallergie - wenn Sonnenlicht zur Qual wird

Leiden Sie nach dem Aufenthalt in der Sonne an quälendem Juckreiz, Quaddeln und anderem Hautausschlag? Dann haben sie vielleicht eine Sonnenallergie.

Inhaltsverzeichnis:
  1. Sonnenallergie Symptome - welche Beschwerden treten auf?
  2. Sonnenallergie bei Kindern
  3. Sonnenallergie - was können Sie tun?
  4. Kann man Sonnenallergie vorbeugen?
  5. Fazit - Sonnenallergie bedeutet nicht das Ende des Sommers

Der Name Sonnenallergie ist ziemlich irreführend, denn genau genommen handelt es sich dabei nicht direkt um eine Allergie. Stattdessen werden hierdurch Symptome beschrieben, die durch den Kontakt mit Sonnenlicht entstehen. Dabei versagen die natürlichen Abwehrkräfte des Körpers gegenüber dem UV-Licht, kurz gesagt es entsteht keine Überempfindlichkeit. Stattdessen kann der Körper sich nicht ausreichend selbst schützen. Dabei kann der Körper nicht mehr genügend Hautpigmente bilden, welche die Haut braun färben und so vor dem UV-Licht schützen. Der Stoff, der dies bewirkt, heißt Melanin. Gerade im Sommer können Betroffene dann das Leben nicht in vollen Zügen genießen und sind beispielsweise auf lange Kleidung oder ähnliches angewiesen, um Hautveränderungen zu vermeiden. Die Ursachen der Sonnenallergie sind bisher leider nicht vollständig erforscht, es werden jedoch freie Radikale als ein Risikofaktor vermutet. Die polymorphe Lichtdermatose, auch als Sonnenekzem bezeichnet, ist die verbreitetste Form der Sonnenallergie. Tendenziell sind hellere Hauttypen von der Lichtallergie betroffen. Daneben gibt es noch die sogenannte Lichturtikaria als eine weitere Form.

Sonnenallergie Symptome - welche Beschwerden treten auf?

Die Sonnenallergie äußert sich häufig durch unterschiedliche Symptome, die von Patient zu Patient schwanken können. Für gewöhnlich treten ein vermehrter Juckreiz, Hautrötungen oder kleine Bläschen bzw. größere Blasen auf. Zudem zeigt die Haut oftmals Quaddeln, ungewohnte, rote Flecken oder manchmal auch Knötchen. Diese Hautrötungen erinnern oft an eine Hautreaktion wie nach dem Kontakt mit nickelhaltigem Schmuck. Sie treten vor allem dann auf, wenn unser Körper sich noch nicht an die erhöhte Intensität des Sonnenlichts gewöhnt hat - beispielsweise bei einem Strandurlaub im Süden oder einem langen Frühlingsspaziergang nach dem Winter. Es dauert in der Regel einige Stunden bis Tage, bis es zu den ersten Symptomen kommt. Meistens sind die Hautstellen betroffen, die direkt der Sonne ausgesetzt sind. Es tritt dennoch ein gewisser Gewöhnungseffekt ein, d. h. die Haut reagiert später im Sommer weniger häufig auf das Sonnenlicht. Dennoch sollten betroffene Patienten nicht in einem Versuch der Selbsttherapie das Ende der Sonnenallergie abwarten. Die Gefahr eines Sonnenbrands, durch den die Haut größere Schäden davon tragen könnte, bleibt.

Die Ursachen der Sonnenallergie sind nicht vollständig geklärt, es stehen jedoch freie Radikale im Verdacht, diese beschriebenen Symptome hervorzurufen. Diese freien Radikale entstehen bei erhöhten Kontakt mit dem Sonnenlicht und sind besonders reaktionsfreudige Moleküle in unserer Haut. Ihre Instabilität sorgt dafür, dass sie schnell verschiedene chemische Verbindungen einbinden. Normalerweise sind unsere Abwehrkräfte in der Lage über Antioxidantien diese freien Radikalen zu neutralisieren. Ist dies jedoch nicht der Fall, reagiert der Körper mit den eben genannten Beschwerden auf das Sonnenlicht.

Sonnenallergie bei Kindern

Gerade für Kinder ist die Sonnenallergie besonders quälend, denn während die Freunde in der Sonne herumtollen können, ist das für die kleinen Patienten nicht oder nur eingeschränkt möglich. Während Kleinkinder und Babys stets mit Sonnencreme mit einem besonders hohen Lichtschutzfaktor eingecremt werden sollten, ist dies bei älteren Kindern normalerweise nicht nötig. Die Haut von den betroffenen Kindern jedoch ist immer noch sehr sensibel und bedarf eines besonderen Schutzes. Achten Sie also darauf, dass Ihr Kind stets einen Sonnenhut trägt und das Gesicht gut eingecremt ist. Der Sonnenhut ist zudem eine gute Maßnahme, um einen Sonnenstich zu vermeiden.

Sonnenallergie - was können Sie tun?

Die nächste Frage, die Sie sich vielleicht stellen lautet: was kann ich bei einer Sonnenallergie tun und wie lässt sie sich behandeln? Zunächst steht eine genaue Hautuntersuchung beim Arzt an. Dabei werden die Veränderungen wie Quaddeln, Bläschen, Flecken oder Knötchen mit dem Dermatoskop genau unter die Lupe genommen. Nicht immer jedoch lassen sich noch visuelle Spuren der Sonnenallergie finden - das ist immer dann der Fall, wenn Patienten erst nach dem Urlaub den Arzt aufsuchen. Bis dahin könnten die Symptome wieder abgeklungen und spurlos verschwunden sein. Genau dieser Umstand macht den Nachweis einer potenziellen Lichtdermatose so schwierig. Um dennoch Gewissheit zu erhalten wird im Zweifelsfall ein sogenannter Lichttest durchgeführt. Dabei wird eine Hautstelle unter Laborbedingungen UV-Licht ausgesetzt. Kommt es nach einigen Stunden oder Tagen wieder zu den zuvor beschriebenen Symptomen ist der Beweis für das Vorliegen einer Lichtdermatose erbracht. Ferner kann der Arzt feststellen, auf welchen Bestandteil des UV-Lichts Sie genau reagieren und welche Form der Sonnenallergie bei Ihnen vorliegt - z. B. polymorphe Lichturtikaria oder Lichtdermatose. Die zuvor angesprochenen Quaddeln sprechen oft für eine Lichturtikaria.

Es gibt jedoch auch einige Reihen von Hausmitteln und Maßnahmen, die Sie selbst ergreifen können, um die Wirkung der Sonneneinstrahlung auf Sie abzumildern:

Tragen Sie vorwiegend langärmelige Kleidung, denn Sonnenhut und Co halten die Sonnenstrahlen zum Teil ab. Für einige eignet sich auch Kleidung aus besonders UV-Lichtbeständigen Materialien. Dieser Effekt wird durch spezielle Textilien oder Webart erreicht. Außerdem sollten Sie die heiße Mittagssonne zwischen 11 und 15 Uhr vermeiden, so weit es geht. In dieser Zeit erreichen die Sonnenstrahlen ihre größte Intensität. Zusätzlich sollten Sie freie Hautpartien mit viel Sonnencreme eincremen, um Reaktionen zu vermeiden. Achten Sie zudem darauf, dass diese Sonnencreme einen möglichst hohen Lichtschutzfaktor (d. h. 30 oder höher) bietet. Obwohl die Schutzdauer durch nachcremen nicht verlängert wird, sollten Sie diesen Schritt nie vergessen.

Es gilt dabei nicht nur die Gefahr des Ausbruchs der Symptome, sondern auch einen Sonnenbrand zu vermeiden. Der Sonnenbrand ist nicht nur schmerzhaft, es werden auch Stoffe gebildet, die auch noch nach Jahren krebserregend wirken können. Für besonders empfindliche Personen gilt auch, dass Sie sich von Fenstern fernhalten sollten, da das Glas einige Bestandteile des UV-Lichts durchlässt. Wenn die Hausmittel jedoch versagen und es zu Reaktionen kommt, ist es Zeit, zu Medikamenten zu greifen. Dabei stehen verschiedene Antiallergika zur Auswahl:

  • Rufen die Hautveränderungen quälenden Juckreiz oder andere Symptome hervor, könnten kortisonhaltige Medikamente wie Cremes helfen und die Entzündung eindämmen.
  • Kühlung mit feuchten Umschlägen oder Kühlpads bringen oftmals auch Linderung und vermindern die Hautveränderungen. Achten Sie dennoch darauf, die Kühlpads nicht direkt auf die Haut zu legen, damit keine Erfrierungen drohen.
  • In einigen Fällen nimmt der Arzt eine stetige Bestrahlung mit UV-Licht vor, um eine gewisse Gewöhnung hervorzurufen. Dies ist für besonders schwer betroffene Patienten vor einem Sommerurlaub im Süden hilfreich.

Kann man Sonnenallergie vorbeugen?

Allergologen sind sich nicht einig, ob Calcium oder Vitamin D tatsächlich zur Vorbeugung vom Ausbrechen der Sonnenallergie geeignet sind. Ein positiver Effekt auf die Reaktion der sensiblen Haut bei Konfrontation mit der Sonne wird jedoch auch nicht ausgeschlossen. Der Mineralstoff ist zwar in vielen Lebensmitteln wie beispielsweise Milch enthalten, wird jedoch nur in Kombination mit Vitamin D vom Körper gespeichert. Weder Calcium noch Vitamin D können das Ausbrechen verhindern, jedoch möglicherweise die Stärke der Hautveränderung vermindern.

Fazit - Sonnenallergie bedeutet nicht das Ende des Sommers

Mit den richtigen Maßnahmen bedeutet die Sonnenallergie nicht etwa das Ende des Sommers für Patienten. Lange Kleidung, Sonnenmilch und Sonnenhut sollten jedoch zu Ihren täglichen Begleitern zählen. So ausgerüstet lassen sich oftmals die durch die Sonnenallergie hervorgerufenen Hautveränderungen wie Quaddeln, Bläschen und Co abmildern. Mit der entsprechenden Vorbereitung können Sie auch in den Süden zum Sommerurlaub fahren.

Porträt von Konstantin Primbas

Apotheker und Inhaber Konstantin Primbas

„Mit unserem APONEO-Ratgeber möchten wir unseren Kunden Hilfestellung, Orientierung und Antworten auf Ihre Gesundheitsfragen im Alltag geben und damit einer unserer Kernaufgaben - der Beratung – mit unserem Expertenteam gerecht werden.“

Als Gründer und Inhaber steht Apotheker Konstantin Primbas mit seinem Apothekerteam dem APONEO-Ratgeber hilfreich zur Seite. Von A wie Adipositas bis Z wie Zahnfleischentzündung umfasst der beliebte Ratgeber Wissenswertes zu verschiedensten Gesundheitsthemen. Alles aktuell, leicht verständlich und mit passenden Empfehlungen.

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