Influenza

Influenza

Eine Influenza Erkrankung ist keine Seltenheit im Winter und Frühjahr - zwischen zwei und zehn Millionen Menschen erkranken pro Jahr im Schnitt an der Grippe. Was eine echte Grippe überhaupt ist, wodurch Sie verursacht wird, die Symptome sowie Schutzmaßnahmen werden in unserem Ratgeber für Sie erklärt.

Inhaltsverzeichnis

Influenza - Die echte Grippe

Die Influenza, auch Grippe genannt, ist eine akut auftretende, hoch ansteckende Infektionskrankheit, die durch Influenzaviren verursacht wird. Der größte Unterschied zwischen einer Erkältung (grippaler Infekt), welche uns Menschen im Schnitt zwei- bis dreimal im Jahr trifft, und einer Influenza sind die Viren. Eine Influenza, zu deutsch Grippe, kann nur durch die sogenannten Influenza-Viren ausgelöst werden. Eine Erkältung hingegen kann von bis zu 200 verschiedenen Viren hervorgerufen werden. Auch in ihrer Intensität und Dauer unterscheiden sich Erkältung und Grippe deutlich. Die Erkältung kommt schleichend und dauert in der Regel neun Tage (3 Tage kommt sie, 3 Tage bleibt sie, 3 Tage geht sie), wohingegen die Grippe bis zu zwei Wochen mit Symptomen präsent sein kann.

Bei einer Grippe sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen. Die ärztliche Behandlung der Grippe besteht zunächst vor allem darin, die Symptome zu lindern. Sollten Sie einer Risikogruppe angehören, so kann Ihnen der Arzt sogenannte Neuraminidase-Hemmer verabreichen. Diese blockieren das Enzym Neuraminidase und reduzieren so die Vermehrung der Viren. Als Risikogruppe gelten Kinder, Schwangere, Patienten mit Abwehrschwäche und ältere Menschen. Überdies sollten Sie sich schonen und Bettruhe einhalten, bis die Krankheit vollständig überstanden ist. Erst wenn Sie wieder vollständig gesund sind, sollten Sie an Ihren Arbeitsplatz zurückkehren. Dies gilt insbesondere, wenn Sie dort Kontakt mit anderen Menschen haben.

Influenza A - Der häufigste Grund für die Grippe

Die Grippe kann durch drei verschiedene Virus-Typen verursacht werden: Typ A, Typ B und Typ C. Für Menschen sind die Typen A und B von besonderer Bedeutung, wovon das Influenza A Virus am häufigsten zur Grippe führt. Vor allem dadurch, dass die genetischen Eigenschaften des Influenza A Viruses leicht veränderbar sind, kommt es in jedem Jahr zu neuen Varianten. So ist es uns Menschen nicht möglich Antikörper zu entwickeln, die uns auch im Folgejahr vor einer Erkrankung schützen. Das Influenza A Virus verursacht starke Beschwerden und breitet sich regelmäßig epidemisch oder pandemisch aus. Außerdem ist die Influenza A der einzige Typ, der auch andere Säugetiere und Vögel infizieren kann. Varianten des Influenza A Viruses sind auch die “Schweinegrippe” und die “Vogelgrippe”. Der Influenza Typ C kommt hingegen weniger oft vor und verläuft in den meisten Fällen auch weniger stark als die anderen beiden Grippe-Typen. Die typischen Symptome dieses Typs sind die einer gewöhnlichen Erkältung. Auch entwickeln die meisten Menschen bereits als Kind Antikörper gegen den Typ C.

Influenza 2018 - Die jährliche Grippewelle

Die Grippewelle beginnt meistens um den Jahreswechsel herum und dauert typischerweise drei bis vier Monate an. Warum jedoch die Grippefälle in den Wintermonaten höher sind, ist aktuell noch unklar. Das RKI (Robert-Koch-Institut) vermutet jedoch, dass sich die Grippeviren in kalten Temperaturen und bei trockener Luft (Heizungsluft) außerhalb ihres Wirts am wohlsten fühlen. Vor allem dann befällt das Virus neue Wirte und gelangt in die menschliche Atemschleimhaut. Eine Infektion ist prinzipiell jedoch das ganze Jahr über möglich. Das Risiko an einer Grippe zu erkranken ist jedes Jahr unterschiedlich hoch und variiert auch nach Region. Um zu herauszufinden, ob Sie in einem Gebiet mit erhöhtem Gripperisiko wohnen, können Sie die Website zur Arbeitsgemeinschaft Influenza des Robert-Koch-Institutes Robert-Koch-Institutes aufrufen. Dazu genügt es oft schon wenn Sie das Stichwort “rki influenza” bei einer Suchmaschine Ihrer Wahl eingeben. Wie groß die Welle der Influenza 2018 wird, ist noch abzuwarten.

Haemophilus Influenzae - Influenza Typ 2

Haemophilus influenzae, also Influenza B, ist der zweithäufigste Influenza Typ. Dieser kommt nur bei Menschen vor und nennt sich Bakterium Haemophilus Influenzae Typ B. Dieser Grippe Typ benötigt Blut um sich in seinem Wirt zu vermehren. Auch hier ist der Übertragungsweg, wie bei der Influenza A, die Tröpfchen- und Kontaktinfektion. Insbesondere Kleinkinder und Babies bis fünf Jahren erkranken oft und schwer. Bei Kindern und Jugendlichen fällt die Krankheit oft weniger stark aus und gilt als ungefährlicher als Influenza A. Aus einer Erkältung kann übrigens kein Grippevirus werden. Jedoch kann durch eine vorangegangene Erkältung eine Grippeerkrankung begünstigt werden, da das Immunsystem schwächer ist und so leichter von Grippe Viren befallen werden kann.

Inkubationszeit Influenza - Wie lang dauert sie?

Die Inkubationszeit der Influenza, also die Zeit zwischen Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit, liegt bei etwa ein bis fünf Tagen. Die genaue Inkubationszeit hängt von dem Zustand des Immunsystems der betroffenen Person ab. In der Influenza-Inkubationszeit kann ein Betroffener bereits weitere Personen anstecken, weswegen er bereits bei den ersten akuten Symptomen Zuhause bleiben sollte. Dadurch, dass eine Grippe plötzlich ausbricht, sollte man bei einer Grippewelle generell Körperkontakt, wie zum Beispiel Händeschütteln vermeiden. Denn ein Betroffener könnte bereits infiziert sein oder sich noch in der Influenza-Inkubationszeit befinden. Ansteckend bleibt der Betroffene noch bis zu einer Woche nach auftreten der erste Grippe Krankheitszeichen. Die Ansteckung anderer erfolgt, wie auch bei einer Erkältung, über die sogenannte Tröpfcheninfektion. Das bedeutet, dass durch Sprechen, Husten oder Niesen Viren in die Luft gelangen und so von anderen eingeatmet werden. Außerdem kann sich das Influenza Virus an Gegenstände festsetzen (“Kontaktinfektion”). Vor allem Türklinken und öffentliche Gegenstände sind hier im Visier. Wer mit den Händen nun betroffene Gegenstände berührt und anschließend Kontakt mit den Schleimhäuten, zum Beispiel Mund, Nase oder Augen hat, kann sich schnell mit der Grippe anstecken.

Welche sind die typischen Influenza-Symptome?

Hat man sich mit Influenza-Viren angesteckt, beginnt die Grippe fast immer akut und schlagartig mit hohem Fieber. Auch Abgeschlagenheit, Schüttelfrost sowie Kopf- und Gliederschmerzen gehört zu den typischen Symptomen dazu. Der weitere Verlauf der Grippe gestaltet sich typischerweise mit

  • Fieber von 38,5 Grad und mehr
  • Übelkeit und Kreislaufbeschwerden
  • Frösteln, Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen
  • Schwäche und Müdigkeit
  • Schluckbeschwerden und Halsschmerzen
  • Lichtempfindlichkeit und Augenbrennen
  • Festsitzendem, trockenem Husten mit zähem Schleim

Nach der anfänglichen, akuten Phase folgt dann eine längere Phase der Besserung, die oft von lang andauerndem Reizhusten gekennzeichnet ist. Dieser langgezogene Verlauf schwächt Körper und Immunsystem oft so stark, dass der Organismus in dieser Zeit leicht von anderen Infektionen befallen werden kann. In Extremfällen ist Influenza B besonders gefährlich, da es dabei auch zu einer gefährlichen Hirnhautentzündung (Meningitis) oder Lungenentzündung kommen kann. Wie “stark” die Grippe bei einem Menschen ausfällt und wie lange die Influenza dauert, hängt insbesondere von dem Immunsystem des Menschen ab. Menschen mit einem guten Immunsystem sind eher wieder fit als welche mit bereits geschwächten Systemen. Außerdem spielt der Typ der Grippe eine Rolle. Influenza A ist in den meisten Fällen der Stärkste, gefolgt von der Grippe Typ B.

Wann eine Influenza-Impfung sinnvoll ist

Sie können vorbeugend eine Influenza-Impfung durchführen lassen. Optimalerweise erfolgt die Grippeschutzimpfung von September bis November. Bei einer akut auftretenden Grippewelle nach November kann die Impfung auch zu einem späteren Zeitpunkt noch sinnvoll sein. Man sollte sich übrigens jedes Jahr neu impfen lassen, um sich vor der Grippe zu schützen, da sich das Influenzavirus jährlich ändert. Durch eine Influenza-Impfung sind Sie nur gegen einen bestimmten Typ von Influenza Virus immun.
Es werden zwei verschiedene Grippeschutzimpfungen angeboten und vom Robert-Koch-Institut (Impfkommission) für verschiedene Gesellschaftsgruppen empfohlen.

Besonders empfehlenswert ist der Impfschutz für:

  • Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel
  • Ältere Menschen (ab 60 Jahre)
  • Menschen mit Immunschwäche (durch Diabetes, Asthma oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen)
  • Menschen, die berufsbedingten Kontakt zu anderen Menschen haben (vor allem auch medizinisches Personal)

Diese Gesellschaftsgruppen sind entweder durch eine Vorerkrankung oder bestimmte Tätigkeiten besonders gefährdet. Vor allem für Menschen mit einem bereits geschwächten Immunsystem ist eine Grippeimpfung sinnvoll, da in diesen Fällen die Krankheit besonders schwer und lange ausfallen kann.

Um sich vor Influenzaviren zu schützen, gibt es grundsätzlich auch weitere Möglichkeiten:

  • Oft und gründlich (mit Seife!) die Hände waschen und diese gut trocken putzen mit sauberen Tüchern
  • Vermeiden Sie auch Kontakt zu den Schleimhäuten, wie Mund und Augen
  • Halten Sie Abstand zu bereits Erkrankten und generell in einer Phase der Grippewelle, ist es ratsam anderen Menschen nicht zu nahe zu kommen
  • Immunsystem stärken mit gesunder Ernährung und Bewegung

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