Coronavirus Anzeichen – Die wichtigsten Informationen im Überblick

Coronavirus Anzeichen – Die wichtigsten Informationen im Überblick

Ursprünglich in China ausgebrochen, verbreitet sich das neuartige Coronavirus (SARS-Cov-2) weltweit. In unserem Beitrag finden Sie alle wichtigen Informationen über Covid-19, wie die Erkrankung auch genannt wird. Darüber hinaus erklären wir alle Verhaltensregeln und Maßnahmen, mit denen Sie das Infektionsrisiko für sich und andere vermindern können. Aber zunächst die wichtigsten Fragen rund um das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 im Überblick.

Inhaltsverzeichnis:
  1. Wie wird das Coronavirus übertragen?
  2. Wie schützt man sich vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus?
  3. Welche Symptome können bei einer Infektion mit dem Coronavirus auftreten?
  4. Verhaltensregeln bei Symptomen und Verdacht auf Covid-19
  5. Ist ein Mund-Nasen-Schutz sinnvoll?
  6. Braucht es Desinfektionsmittel oder geht auch Seife?
  7. Gibt es eine spezifische Therapie gegen das Coronavirus?
  8. Ist eine Pneumokokken-Impfung sinnvoll?
  9. Welche Ziele sollen mit denen vom RKI empfohlenen Maßnahmen erreicht werden?
  10. Was brauche ich aktuell wirklich in meinem Medizinschränkchen?
  11. Was hat es mit der Meldung auf sich, dass Ibuprofen in Verbindung mit Corona keine gute Idee ist? Ist Paracetamol besser?
  12. Wo gibt es weitere Informationen?
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Wie wird das Coronavirus übertragen?

Wie bei der “normalen” Grippe erfolgt die Übertragung des Coronavirus von Mensch zu Mensch durch Speicheltröpfchen beim Atmen, Husten oder Niesen. Gelangen diese infektiösen Sekrete zum Beispiel an die Hände, die anschließend beispielsweise das Gesicht und die Schleimhäute berühren, kann möglicherweise eine Übertragung der Krankheit stattfinden. Andere Übertragungswege wie Schmierinfektion (fäkal-oral) und eine Ansteckung durch die Bindehaut der Augen sind theoretisch möglich. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) spielen diese Übertragungswege eine untergeordnete Rolle. Man nimmt derzeit an, dass es nach einer Ansteckung bis zu 14 Tage dauern kann, bis Krankheitszeichen auftreten können. Man spricht hier von der sogenannten Inkubationszeit.

In der Inkubationszeit besteht die Möglichkeit, dass eine infizierte Person die Viren weiter überträgt. Um also die mögliche Gefahr einer Ansteckung zu vermindern, lesen Sie die folgenden Hinweise.

Wie schützt man sich vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus?

Wenn Sie diese Hygienetipps einhalten, können Sie eine mögliche Infektion vermeiden und die Ausbreitung der Erreger gegebenenfalls unterbinden.

  • Abstand gegenüber anderen Menschen halten (wenn möglich 1,5-2 Meter)
  • Auf Händeschütteln verzichten
  • Hände gründlich waschen
  • Hände regelmäßig waschen
  • Hände aus dem Gesicht fernhalten
  • In die Armbeuge husten und niesen
  • Wunden schützen
  • Auf ein sauberes Zuhause achten
  • Lebensmittel hygienisch behandeln
  • Geschirr und Wäsche heiß waschen
  • Regelmäßig lüften

Generell gilt, dass Personen, die Atemwegssymptome aufweisen, zu Hause bleiben sollten.

Welche Symptome können bei einer Infektion mit dem Coronavirus auftreten?

Die Infektion mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) ist unspezifisch. Der Krankheitsverlauf kann symptomlos sein bis hin zu schweren Lungenentzündungen. Aus diesem Grund gibt es keine allgemeingültigen Aussagen zum „typischen“ Krankheitsverlauf. Aus den in China erfassten Fällen werden als häufigste Symptome folgende genannt:

  • Fieber (ca. 90 %)
  • Husten (ca. 70 %)

Folgende Symptome unter 20 %

  • Kurzatmigkeit
  • Muskel-/ Gelenkschmerzen
  • Halsschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit/ Erbrechen
  • verstopfte Nase
  • Durchfall

Quelle: Abbildung 1 auf https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html#doc13776792bodyText2

Schwere Krankheitsverläufe und Todesfälle gab es bislang vornehmlich bei älteren Patienten und Patienten mit chronischen Grunderkrankungen.

Verhaltensregeln bei Symptomen und Verdacht auf Covid-19

  • Wenn Sie persönlichen Kontakt zu einer Person hatten, bei der SARS-CoV-2 nachgewiesen wurde, sollten Sie sich unverzüglich an Ihr zuständiges Gesundheitsamt wenden. Geben Sie einfach hier Ihre Postleitzahl an und das für Sie zuständige Gesundheitsamt wird angezeigt.
  • Wenn Sie sich innerhalb der letzten Tage in einem vom Robert Koch-Institut (rki) ausgewiesenen Risikogebiet aufgehalten haben, melden Sie sich unabhängig von Krankheitszeichen unverzüglich telefonisch unter Hinweise auf Ihre Reise beim zuständigen Gesundheitsamt.
  • Nach einem Aufenthalt in Regionen, die zwar keine Risikogebiete sind, in denen aber Covid-19-Fälle vorkommen, sollte man unnötige Kontakte vermeiden, nach Möglichkeit zu Hause bleiben und in eine freiwillige Quarantäne gehen. Kommt es innerhalb von 14 Tagen nach Rückreise zu Fieber, Husten oder Atemnot, sollte der Arzt aufgesucht werden – allerdings nur nach telefonischer Voranmeldung und mit Hinweis auf die Reise. Arztpraxen sollten bei Verdachtsfällen deshalb nicht aufgesucht werden, um eine mögliche Verbreitung des Virus zu verhindern.

Ist ein Mund-Nasen-Schutz sinnvoll?

Durch einen Mund-Nasen-Schutz (bzw. Behelfsmasken in Form einer textilen Barriere, sogenannte (Baumwoll-)Stoffmasken) können Tröpfchen, die beim Sprechen, Husten oder Niesen ausgestoßen werden, aufgefangen werden. Wenn eine an einer Atemwegsinfektion erkrankte Person in die Öffentlichkeit gehen muss, kann das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes oder einer Behelfsmaske sinnvoll sein. So kann das Risiko, eine andere Person via Tröpfchen anzustecken, verringert werden (Fremdschutz).

Es gibt jedoch keine ausreichenden Belege dafür, dass das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes das Risiko einer Ansteckung einer gesunden Person verringert (Eigenschutz).

Das Journal „The Lancet“, eines der renommiertesten medizinischen Fachzeitschriften, spricht sich trotzdem für das Tragen einer (Behelfs-)Maske aus. Denn die Abwesenheit von Belegen für das Wirken eines Mund-Nasen-Schutzes sollte nicht gleichgestellt werden mit der Gewissheit der Wirkungslosigkeit eines Nichttragens, vor allem in Anbetracht einer Situation mit wenigen alternativen Möglichkeiten.1

Nicht jede COVID-19-Infektion macht sich durch Symptome bemerkbar bzw. ist der Verlauf sehr mild. In Anbetracht dieser Tatsache, kann das vorsorgliche Tragen von (Behelfs-)Schutzmasken dazu beitragen, das Übertragungsrisiko zu vermindern. Das Tragen von (Behelfs-)Schutzmasken in öffentlichen Räumen, in denen der Sicherheitsabstand nicht eingehalten werden kann (ÖPNV, Lebensmittelgeschäfte, etc.), kann zu einer Eindämmung der Übertragung von COVID-19 beitragen. Sicherlich trägt diese Maßnahme auch dazu bei, das Bewusstsein für „physical distancing“ zu unterstützen.

Bitte beachten Sie, dass trotz (Behelfs-)Maske die Hygieneregeln weiterhin eingehalten werden.

Wie trage ich meine (Behelfs-)Maske richtig?

Damit die Behelfsmaske bzw. der Mund-Nasen-Schutz optimal wirken kann, ist es wichtig, dass diese/r korrekt sitzt (enganliegend) und bei Durchfeuchtung gewechselt wird. Während des Tragens darf keine (auch keine unbewusste) Veränderung der Trageposition vorgenommen werden.

Quelle: Infoseite des Robert-Koch-Institut

Braucht es Desinfektionsmittel oder geht auch Seife?

Desinfektionsmittel sind nur dann sinnvoll, wenn man nicht die Möglichkeit hat sich die Hände zu waschen. Die Händedesinfektion entfernt zwar keinen Schmutz, aber sie inaktiviert Krankheitserreger und macht sie so unschädlich. Das Robert-Koch-Institut (RKI) empfiehlt Desinfektionsmittel mit dem Wirkungsbereich "begrenzt viruzid" (wirksam gegen behüllte Viren), "begrenzt viruzid PLUS" oder "viruzid" anzuwenden. Eine große Bevorratung mit Desinfektionsmitteln ist in Deutschland nicht notwendig, da fast überall die Möglichkeit besteht, sich die Hände unter fließend Wasser zu waschen. Dies sollte man regelmäßig und gründlich tun, und zwar für 20 Sekunden bis zum Handgelenk einseifen.

Gibt es eine spezifische Therapie gegen das Coronavirus?

Eine spezifische Behandlung gegen das neuartige Virus Covid-19 gibt es noch nicht. Im Fokus der Therapie steht die Behandlung der Hauptsymptome (z. B. Sauerstoffgabe, Ausgleich des Flüssigkeitshaushaltes, ggf. Antibiotikagabe zur Behandlung von bakteriellen Alternativ-/Begleitinfektionen) sowie die Behandlung von relevanten Grunderkrankungen.

Derzeit gibt es noch keinen Impfstoff, mit dem sich gegen Covid-19 vorbeugen lässt. Laut WHO wird aktuell an 25-Impfstoff-Kandidaten geforscht.

Ist eine Pneumokokken-Impfung sinnvoll?

Eine Pneumokokken-Impfung schützt nicht vor COVID-19. Allerdings kann es bei einem, durch eine COVID-19-Infektion, geschwächten Immunsystem zu einer Pneumokokken-Infektion kommen. Diese kann zu schweren Lungenentzündungen führen. Unabhängig von der aktuellen COVID-19-Pandemie empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO), dass alle Personen, die ein erhöhtes Risiko für Pneumokokken-Erkrankungen haben, eine entsprechende Impfung erhalten. Nach aktuellem Wissensstand kann noch nicht eingeschätzt werden, wie häufig eine Superinfektion durch Pneumokokken bei COVID-19-Patienten vorkommt. Zurzeit sind die Pneumokokken-Impfstoffe in Deutschland nur sehr eingeschränkt verfügbar, sodass vor allem Personen geimpft werden sollten, die ein besonders hohes Risiko für Pneumokokken-Erkrankungen haben. Zu diesem Personenkreis gehören:

  • Säuglinge und Kleinkinder bis zum Alter von 2 Jahren
  • Personen mit Immundefizienz, Senioren ab 70 Jahren und Personen mit chronischen Atemwegserkrankungen (z. B. Asthma oder COPD)

Welche Ziele sollen mit denen vom RKI empfohlenen Maßnahmen erreicht werden?

Der öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD) verfolgt das Ziel einzelne Infektionen so früh wie möglich zu erkennen und eine weitere Ausbreitung des Virus so weit wie möglich zu verhindern. Dafür müssen Infektionsketten so schnell wie möglich unterbrochen werden. So wird Zeit gewonnen damit sich das deutsche Gesundheitssystem bestmöglich vorbereiten kann. So können zum Beispiel Behandlungskapazitäten in Krankenhäuser erhöht werden.

Mehr zum Thema: SARS-CoV-2 Informationen des Robert Koch-Instituts zu empfohlenen Infektionsschutzmaßnahmen und Zielen

Was brauche ich aktuell wirklich in meinem Medizinschränkchen?

Nach wie vor gilt das Gebot einer gut sortierten Hausapotheke.

Was hat es mit der Meldung auf sich, dass Ibuprofen in Verbindung mit Corona keine gute Idee ist? Ist Paracetamol besser?

Die angebliche Meldung der Universität Wien, dass Ibuprofen den Verlauf einer COVID-19-Infektion verschlimmert, wurde direkt nach Bekanntmachung dementiert. Die Universität distanziert sich von dieser Aussage. Man vermutet eine wissenschaftliche Publikation als Ursache für das Missverständnis.

Im Fachjournal The Lancet beschreiben die Autoren, dass der Zellrezeptor ACE2, der den SARS-Viren den Eintritt in die Zellen ermöglicht, in Tierversuchen mit verschiedenen Arzneimitteln häufiger vorkommt. Zu diesen Arzneimitteln zählen vor allem Bluthochdruckmedikamente. Das Gleiche hat man bei Experimenten mit diabetischen Ratten für Ibuprofen festgestellt.

Es gibt aber bislang keinen Beleg dafür, dass diese Arzneistoffe den COVID-19-Verlauf verschlimmern.

Am 18. März 2020 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in einer Meldung bekannt gegeben, dass es keine Hinweise auf negative Konsequenzen bei Ibuprofen-Einnahme bei COVID-19-Patienten gibt.

Es gibt auch keine Hinweise, dass Paracetamol besser als Ibuprofen zur Behandlung von Symptomen bei einer COVID-19-Infektion ist.

Wo gibt es weitere Informationen?

Wenn Sie weitergehende Informationen haben wollen, finden Sie eine Auswahl ausgewiesener Anlaufstellen für alle Themen rund um das Coronavirus, Infektionsschutz und Reisewarnungen:

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Unser Tipp: kaufen Sie nur ein was nötig ist, um Einkaufsgänge zu reduzieren. Aber keine panischen Hamsterkäufe. Unser Gesundheitssystem beruht auf Vertrauen. Dieser bricht jedoch zusammen, wenn man „hamstert“. Tragen Sie dazu bei, unser Gesundheitssystem aufrecht zu erhalten.

1) Mass masking in the COVID-19 epidemic: people need guidance

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