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Kinderlähmung

Kinderlähmung oder Polio ist eine gefährliche Kinderkrankheit. Dank guter Impfprophylaxe gilt sie in Deutschland seit 1990 als ausgerottet.

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Die Kinderlähmung (Poliomyelitis oder kurz Polio) ist eine hoch ansteckende Infektionskrankheit, die durch Viren übertragen wird. Sie kann – je nach Krankheitsverlauf – bleibende Lähmungen verursachen und im schlimmsten Fall sogar zum Tode führen.

Ursachen und Symptome von Kinderlähmung

Kinderlähmung wird durch das sogenannte Poliovirus verursacht, das in drei verschiedenen Typen auftreten kann. Die Übertragung erfolgt hauptsächlich auf fäkal-oralem Weg, also beispielsweise über Nahrungsmittel oder Gegenstände, die mit Stuhl verunreinigt sind. Schlechte hygienische Zustände begünstigen daher die Verbreitung des Virus. Nach erfolgter fäkal-oraler Infektion kann das Virus auch durch Tröpfcheninfektion, also beim Niesen, Husten oder Sprechen, von Mensch zu Mensch übertragen werden.

Bei der Kinderlähmung sind drei typische Krankheitsverläufe möglich. Man unterscheidet die abortive Poliomyelitis, die nichtparalytische Poliomyelitis und die paralytische Poliomyelitis.

Die abortive Poliomyelitis beginnt nach einer Inkubationszeit von sechs bis neun Tagen mit unspezifischen, grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Übelkeit, Kopf- und Gliederschmerzen. Nach Abklingen der Krankheit erholt sich der Patient vollständig. Lähmungserscheinungen zeigen sich nicht.

Die nichtparalytische Poliomyelitis tritt nach drei bis sieben Tagen im Anschluss an eine abortive Poliomyelitis auf. Dabei entwickeln sich die Symptome (Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen) erneut. Hinzu kommen Symptome wie Rückenschmerzen, Nackensteifheit und Muskelkrämpfe (Spasmen). Die nichtparalytische Kinderlähmung geht ebenfalls ohne Lähmungen einher.

Die paralytische Kinderlähmung zeigt sich im Anschluss an eine nichtparalytische Kinderlähmung. Es treten schwere Nacken-, Rücken- und Muskelschmerzen auf. Zudem zeigen sich asymmetrische Lähmungserscheinungen, von denen bevorzugt die Beinmuskeln, aber auch die Bauch-, Brust-, Arm- und sogar die Augenmuskeln betroffen sein können. In besonders schweren Fällen können sich die Lähmungserscheinungen auch auf die Atemmuskulatur auswirken und Atemnot oder Atemstillstand nach sich ziehen. Sind Gliedmaßen gelähmt, so bleibt die Gefühlswahrnehmung zumeist erhalten.

Auch ein zweistufiger Krankheitsverlauf ist möglich. Bei diesem kommt es nach kurzer Erkrankungsdauer zunächst zum Abklingen der Symptome der nichtparalytischen Kinderlähmung. Nach zwei bis drei Tagen jedoch kehrt die Erkrankung mit Fieber und Lähmungserscheinungen zurück.

Die Erkrankten gelten als ansteckend, solange das Virus ausgeschieden wird. Dies ist frühestens 36 Stunden nach erfolgter Infektion der Fall und kann sich über mehrere Wochen erstrecken.

Polio behandeln und vorbeugen

Eine wirkungsvolle Therapie gegen Kinderlähmung gibt es nicht. Die Behandlung beschränkt sich daher auf die Linderung der Symptome durch Krankengymnastik und Bewegungstherapie.

Neuerungen gibt es hinsichtlich des Impfschutzes. Bis 1998 wurde in Deutschland die Schluckimpfung mit Lebendimpfstoff durchgeführt. Mittlerweile ist man zur Injektion eines inaktivierten Polio-Impfstoffes übergegangen. Grund hierfür waren seltene Fälle der sogenannten „Impfpolio“, einer abgeschwächten Form der Kinderlähmung, die durch den Impfstoff ausgelöst wurde.

Sie können dem Auftreten der Kinderlähmung vorbeugen, indem Sie Ihr Kind gegen Kinderlähmung impfen lassen. Die Grundimmunisierung umfasst drei Impfungen im ersten Lebensjahr und eine weitere Impfung mit beginnendem zweitem Lebensjahr. Zwischen dem 9. und 17. Lebensjahr sollten Sie eine Auffrischungsimpfung durchführen lassen. Für das Erwachsenenalter wird keine routinemäßige Auffrischung empfohlen.

Gute Impfprophylaxe hat dazu geführt, dass die Kinderlähmung in Deutschland seit 1990 als ausgerottet gilt. In Afrika und Asien kommt die Krankheit jedoch noch immer vor. Dies ist bei Reisen in entsprechende Gebiete zu beachten, da sich nicht geimpfte Reisende dort infizieren können und so die Krankheit möglicherweise wieder einschleppen. Verdachts- und Erkrankungsfälle müssen daher dem Gesundheitsamt gemeldet werden.