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Einnässen bei Kindern

Ihr Kind kommt bald in die Schule und macht noch immer regelmäßig nachts ins Bett? Ärgerlich, wenn man ständig die Bettwäsche und Laken wechseln muss – aber nicht weiter tragisch.

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Machen Sie sich nicht zu viele Gedanken – nächtliches Einnässen oder auch das Einnässen tagsüber kommt bei über Vier-Jährigen häufiger vor und ist in den meisten Fällen harmlos.

Von Einnässen (med. Enuresis) spricht man, wenn Kinder – älter als 4 Jahre – mindestens einmal pro Woche bei Tag oder Nacht einnässen. Unterschieden wird zusätzlich das nächtliche Einnässen (Enuresis noctura) und das Einnässen tagsüber (Enuresis diurna). Beim nächtlichen Einnässen können Kinder im Schlaf ein- oder mehrmals ins Bett machen, häufig unbemerkt, so dass sie dabei nicht einmal wach werden. Das Einnässen tagsüber passiert Kindern besonders dann, wenn sie in ihr Spiel versunken sind und alles andere um sich herum vergessen.

Ursachen von Einnässen

War ein Kind noch nie trocken spricht der Mediziner von einer primären Enuresis. In diesem Fall kann es sein, dass das Kind einfach noch ein wenig Zeit in seiner Entwicklung braucht. Es gibt sogenannte „Bettnässer-Familien“, das bedeutet hier liegt in der Familie eine anlagebedingte Schwäche vor, die sich aber häufig von alleine gibt. Andererseits können auch organische Fehlbildungen der Harnwege bestehen, sodass ein kontrolliertes Wasserlassen nicht möglich ist. Auch neurologische Störungen (das Gehirn betreffend) können hierfür eine Ursache sein.

War ein Kind dagegen schon für eine längere Zeit trocken und nässt plötzlich wieder ein, spricht man von einer sekundären Enuresis. Hier liegen häufig seelische Belastungen zugrunde, die das Kind nicht verarbeitet hat. Solch einschneidende Erlebnisse können eine Trennung der Eltern, ein Umzug oder die Geburt eines jüngeren Geschwisterchens sein. Auch eine übertriebene Sauberkeit der Eltern, mit Druck auf das Kind, schnell trocken zu werden, kann zu einem Wiedereinnässen führen.

Symptome von Einnässen

Außer einer durchnässten Hose und Bettwäsche finden sich selten weitere sichtbare Symptome.

Meist stehen die psychischen Beschwerden, die mit dem Einnässen verbunden sind, im Vordergrund. So schämen sich die Kinder häufig, wenn sie morgens aufwachen und das Bett schon wieder nass ist. Hier ist es ganz wichtig, dass die Eltern gelassen und ruhig mit der Situation umgehen. Wird das Kind mit Vorwürfen überhäuft, verstärken sich die Problematik und der Leidensdruck meist.

Es kann passieren, dass sich das Kind vor lauter Scham zurückzieht und engeren Kontakt mit gleichaltrigen Freunden meidet. Was soll es auch sagen, wenn es zu einer Geburtstagsfeier mit Übernachtung eingeladen wird? Auch schulische Aktivitäten, wie Aufenthalte im Schullandheim, werden zu kaum überwindbaren Hindernissen. Die betroffenen Kinder leiden und fühlen sich nicht gleichwertig.

Therapie bei Einnässen

Die Therapie richtet sich nach der Ursache.

Der Kinderarzt wird das Kind gründlich untersuchen, um körperliche Beeinträchtigungen auszuschließen. Eine Urinuntersuchung kann zusätzlich Aufschluss geben. Sind körperliche Beschwerden ausgeschlossen, kann ein Beratungsgespräch beim Kinderpsychologen hilfreich sein. Dieser kann – in Absprache mit Eltern und Kind – die geeignete Therapie einleiten.

Bevor man therapeutisch handelt, sollte man wissen, dass das Einnässen bei den meisten Kindern von alleine verschwindet – gerade wenn es nur ein- bis zweimal pro Woche passiert. Warten Sie einfach ab und geben Sie Ihrem Kind Zeit, Geduld und Verständnis.

Oft reichen auch nur kleine Änderungen im Alltag, wie beispielsweise vermehrte Aufmerksamkeit dem Kind gegenüber, gerade in den Abendstunden. Eine ausreichende Flüssigkeitsmenge ist wichtig, aber achten Sie darauf, dass Ihr Kind über den Tag verteilt regelmäßig trinkt und nicht nur abends vor dem Schlafengehen.

Die Gelassenheit der Eltern ist ein ganz wichtiger therapeutischer Punkt: Zeigen Sie Verständnis und üben Sie keinen zusätzlichen Druck aus. Zusätzliche Bestrafung wäre die schlechteste Therapie, besser probieren Sie genau das Gegenteil aus: Belohnen und motivieren Sie das Kind, sobald ein Tag oder eine Nacht lang das Bett oder die Hose trocken bleiben. Es gibt in der Verhaltenstherapie spezielle Belohnungsprogramme, die der Kinderpsychologe Ihnen gerne erklärt und Sie bei der Umsetzung unterstützt. Hier werden gute Erfolge verzeichnet.

Eine weitere Maßnahme ist der Einsatz der sogenannten Klingelhose. Die Kinder tragen nachts eine spezielle Hose, die durch einen eingebauten Feuchtigkeitsmesser sofort klingelt, wenn das Kind mit dem Einnässen beginnt.

Durch das Geräusch wird das Kind geweckt und eine Art Lernprozess wird angeregt: Ist die Blase voll und will sich entleeren, wacht das Kind zeitnah auf. Die Anwendung der Klingelhose kann effektiv sein, fordert aber viel Zeit und Geduld. Es können Monate vergehen, bis sich ein Erfolg zeigt.

Hilft die psychische Therapie nicht, kann der Kinderarzt ein Medikament verordnen, das abends vor dem Schlafengehen gegeben wird. Allerdings sollten vorher alle anderen therapeutischen Maßnahmen ausprobiert werden, da das Medikament Nebenwirkungen haben kann.