Was kann ich zum Schutz meiner Daten beitragen?

Achten Sie darauf, dass nur Personen Zugang zu Ihrem Computer (v.a. Ihren E-Mails) haben, denen Sie unbedingt vertrauen können. Lassen Sie sich nicht über die Schulter schauen, wenn Sie ein Passwort eingeben.

Nutzen Sie Ihre eigene E-Mail-Adresse. Teilen Sie sich Ihr E-Mail-Konto nicht mit einer anderen Person.

Wenn möglich, verwenden Sie ein eigenes Computer-Benutzerkonto auf Ihrem Rechner. Melden Sie sich dort mit einem sicheren Passwort an. So sind Ihre Informationen vor fremdem Zugriff geschützt.

Speichern Sie auf Smartphones und Tablets keine Passwörter bzw. verwenden Sie nur zuverlässige Passwort-Apps zum Speichern.

Verwenden Sie ein sicheres Passwort:

  • mindestens acht Zeichen lang
  • Buchstaben (in Groß- und Kleinschreibung) und Ziffern
  • Sonderzeichen

Tipp: Wandeln Sie ein bekanntes Wort um, aus „Aponeo“ wird so „aP0N3o“. Wenn Sie stets zwei kurze Worte miteinander kombinieren, erhalten Sie eine Vielzahl sicherer Passwörter, die Sie sich merken können. Aus „AponeoRezept“ könnte beispielsweise „4p0NeQ;R3ze§t“ werden.

Nutzen Sie verschiedene Passwörter für verschiedene Internetseiten. Zu Ihrer eigenen Sicherheit können Sie die Passwörter in einem versiegelten Umschlag lagern und einer Vertrauensperson den möglichst sicheren Ablageort verraten. So ist im Fall des Falles gesichert, dass Sie oder diese Person Zugang zu Ihrem Rechner und Ihren Daten haben.

Tipp für Fortgeschrittene: Entwickeln Sie ein Passwort mit zwölf Zeichen, das aus Buchstaben (Klein- und Großschreibung), Ziffern, Sonderzeichen besteht, die völlig willkürlich und sinnfrei aneinandergereiht werden: beispielsweise „g[H42;hw?Kl8“. Lernen Sie es; nach etwa 20 mal Eingeben kennen Sie es vermutlich schon fast auswendig. Verwenden Sie für alle Internetkonten immer dieses Passwort, aber ändern Sie es ab. Tauschen Sie beispielsweise immer das zweite Zeichen gegen das vierte Zeichen der Seite, auf der Sie sich gerade anmelden, und das achte Zeichen gegen das erste, das ergibt für APONEO: „gnH42;ha?Kl8“ oder hängen Sie die Zeichen vorn und hinten an Ihr Passwort: „ng[H42;hw?Kl8a“. So haben Sie stets Ihr Passwort parat. (mehr dazu bei heise.de )

Geheimniskrämerei

Sie können in den Einstellungen Ihres Browsers Cookies deaktivieren. Sie können den Modus für das „Private Surfen“ nutzen oder einstellen, dass die Seitenhistorie und der Browser-Cache beim Beenden gelöscht werden oder die Seitenhistorie gar nicht erst erstellt wird. Sie können das automatische Ausfüllen von Formularfeldern und das Passwort-Speichern in Ihrem Browser deaktivieren.

In gewissen Zusammenhängen können diese Vorsichtsmaßnahmen nützlich und sinnvoll sein. Für „normale“ Heimanwender, die keine vertraulichen Daten beschützen müssen, sind ein solcher Aufwand und der damit verbundene Komfortverlust jedoch sicherlich zu hoch.

Ergänzend lässt sich in modernen Computersystemen die Festplatte verschlüsseln – so können ihn nur noch Personen nutzen und an Informationen gelangen, die Ihr (möglichst sicheres) Passwort kennen. Und das sind idealerweise nur Sie selbst.

Lesetipp: Haben Sie Fragen zum Thema Computersicherheit oder sind an Entwicklungen dazu interessiert, empfehlen wir Ihnen den Bereich Security auf heise.de. Aber Vorsicht: Die vielen Berichte über Probleme verzerren die Wahrnehmung. Im Alltag ist es oft gar nicht so schlimm.

Allgemeiner Hinweis

Letztlich müssen Sie für sich selbst abwägen zwischen Komfort im Alltag und (gefühlter) Sicherheit. Viele Sicherheitsempfehlungen stellen eine unangenehme Belastung dar. Sie stören jeden Tag und sind nur einmal alle paar Jahre nötig: Wenn Sie Ihr Smartphone verlieren, wenn jemand Ihr Passwort errät und Zugang zu Ihren Daten erhält, oder wenn einer Ihrer Service-Anbieter einem Hack zum Opfer fällt.

Unterschiedliche Passwörter sorgen dafür, das niemand alles von Ihnen erfährt, nur weil ein Teil bekannt ist.

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