Azelastin Augentropfen
Azelastin Augentropfen werden zur Linderung allergisch bedingter Augenreaktionen wie Juckreiz, Rötungen oder Tränenfluss eingesetzt und wirken lokal an der Bindehaut. Der Wirkstoff zählt zur Gruppe der Antihistaminika und ist für die Anwendung bei saisonalen Allergien, aber auch bei nicht-saisonalen (perennialen) allergischen Reaktionen geeignet. Die speziellen Formulierungen werden von unterschiedlichen Herstellern angeboten. ...weiterlesen

PZN/Art.Nr.: 17538554

PZN/Art.Nr.: 12910546

PZN/Art.Nr.: 17585565

PZN/Art.Nr.: 13748591

PZN/Art.Nr.: 04095291

PZN/Art.Nr.: 00694793

PZN/Art.Nr.: 08032648

PZN/Art.Nr.: 15561394

PZN/Art.Nr.: 17273707

PZN/Art.Nr.: 14270878

PZN/Art.Nr.: 19782695

PZN/Art.Nr.: 00179223

PZN/Art.Nr.: 14270890

PZN/Art.Nr.: 20196100

PZN/Art.Nr.: 10169131

PZN/Art.Nr.: 02498286

PZN/Art.Nr.: 02498263
Wirkmechanismus von Azelastin in Augentropfen
Wird der Stoff für die Linderung von allergischen Augenreaktionen eingesetzt, wirkt er lokal an der Bindehaut und kann seine Wirkung innerhalb von etwa 15 Minuten nach dem Eintropfen entfalten. Die Wirkdauer beträgt bis zu 12 Stunden. In Arzneimitteln wird Azelastin häufig in Form von Azelastinhydrochlorid verwendet. Dabei kommen drei wesentliche Mechanismen zum Einsatz. Zunächst einmal blockiert der Stoff als H1-Rezeptorantagonist der 2. Generation H1-Rezeptoren und kann somit die Wirkung von Histamin an der Augenoberfläche abschwächen. Neben der Blockade der Histamin-H1-Rezeptoren hemmt der Wirkstoff zudem die Freisetzung entzündungsfördernder Mediatoren aus Mastzellen und wirkt dadurch zusätzlich mastzellstabilisierend und entzündungshemmend.* Durch diese Mehrfachwirkung kann der Stoff allergiebedingte Beschwerden der Augen wie Juckreiz, Rötungen, Schwellungen oder Tränenfluss lindern.
Anwendungsgebiete
Die Augentropfen werden vor allem zur Behandlung von allergischen Augenbeschwerden eingesetzt. Dazu zählen:
- Allergische Bindehautentzündung (Konjunktivitis): Die allergische Konjunktivitis äußert sich durch gerötete, juckende oder tränende Augen. Die Augentropfen mit Azelastin können die Symptome direkt am Auge lindern und tragen somit zu mehr Wohlbefinden für Betroffene bei.
- Saisonale Allergien: Besonders bei Heuschnupfen reagieren die Augen empfindlich auf Allergene wie Pollen. Die speziellen Augentropfen können helfen, um Symptome wie Juckreiz oder Rötungen zu reduzieren.
- Ganzjährige allergische Beschwerden: Auch bei Hausstaub- oder Tierhaarallergien kann der Wirkstoff als Inhaltsstoff in Augentropfen helfen, auftretenden Beschwerden entgegenzuwirken.
Die Präparate werden von verschiedenen Herstellern angeboten und sind zwar apothekenpflichtig, aber überwiegend rezeptfrei erhältlich.
Unterschiede zwischen Präparaten verschiedener Hersteller
Zwar ist der Wirkstoff in den Produkten identisch, die Präparate verschiedener Hersteller unterscheiden sich jedoch hinsichtlich einiger Faktoren. So enthalten die Augentropfen meist standardisiert 0,5 Milligramm Azelastinhydrochlorid pro 1 Milliliter. In einigen Produkten ist zusätzlich ein Konservierungsmittel wie beispielsweise Benzalkoniumchlorid verarbeitet, während andere Produkte ohne Konservierungsmittel auskommen. Zudem können unterschiedliche Hilfsstoffe enthalten sein, die die Stabilität, die Viskosität und die Verträglichkeit der Lösung beeinflussen. Einige Formulierungen sind beispielsweise so ausgelegt, dass der Wirkstoff länger auf der Augenoberfläche verbleibt. Ein weiterer Unterschied ist die Darreichungsform. Der Wirkstoff ist in Form von klassischen Mehrdosisflaschen, als Einzeldosis und zusätzlich auch als Nasenspray erhältlich. Die Hersteller variieren zudem teilweise bei der Tropfenanzahl pro Flasche und empfohlener Anwendungshäufigkeit. Die jeweiligen Angaben und Empfehlungen sollten unbedingt eingehalten werden. Bei Unsicherheit ist es ratsam, eine Ärztin oder einen Arzt aufzusuchen. Die Wahl des passenden Präparats hängt zudem von individuellen Bedürfnissen, der jeweiligen Allergie und der persönlichen Augenempfindlichkeit ab.
Wie bei allen Medikamenten können auch Azelastin Augentropfen Nebenwirkungen hervorrufen. Diese müssen aber nicht zwangsweise bei jeder Anwenderin oder jedem Anwender auftreten. Mögliche Nebenwirkungen sind unter anderem Reizungen, Brennen oder Stechen am Auge, vorübergehend verschwommenes Sehen sowie Trockenheit oder Rötung am Auge.** Müdigkeit oder Kopfschmerzen sind bei lokaler Anwendung eher selten, können aber ebenfalls auftreten.
Anwendungshinweise
- Vor dem Eintropfen sollten die Hände gründlich gewaschen werden. Die Tropfspitze sollte zudem nicht direkt mit dem Auge oder den Fingern in Kontakt kommen.
- Insbesondere bei konservierungsmittelhaltigen Präparaten sollten Kontaktlinsen vor der Nutzung der Augentropfen herausgenommen und bestenfalls mit etwas zeitlichem Abstand wieder eingesetzt werden.
- Die Augentropfen sollten möglichst regelmäßig und entsprechend der empfohlenen Dosierung angewendet werden. Bessern sich Symptome nicht oder verschlechtern sich gar, empfehlen wir, kurzfristig eine Ärztin oder einen Arzt aufzusuchen.
- Bei zu erwartendem Kontakt mit Allergenen sollte das Arzneimittel prophylaktisch vor einer Allergenexposition angewendet werden.
- Die Augentropfen sollten ohne Rücksprache mit einer Ärztin oder einem Arzt nicht länger als sechs Wochen ununterbrochen angewendet werden.
Unsere pharmazeutische Beratung steht Ihnen am Telefon, per E-Mail oder Live-Chat persönlich zur Verfügung. Wir beraten Sie diskret und ausführlich, beantworten Fragen zu unserem Produktsortiment und unterstützen Sie bei Ihren Bestellungen.
* https://flexikon.doccheck.com/de/Azelastin
** https://www.gelbe-liste.de/wirkstoffe/Azelastin_21896
