Azelastin (Acelastinhydrochlorid)
Azelastin ist ein Antihistaminikum, das zur Linderung allergischer Beschwerden eingesetzt wird. Der Wirkstoff ist vor allem für die Behandlung einer allergischen Rhinitis (Heuschnupfen) oder allergisch bedingten Augenbeschwerden geeignet. In Form von Nasensprays oder Augentropfen kann der Stoff dazu beitragen, typische Symptome wie Niesen, Juckreiz, eine laufende Nase oder tränende Augen zu lindern. ...weiterlesen

PZN/Art.Nr.: 19492023

PZN/Art.Nr.: 12910552

PZN/Art.Nr.: 17538554

PZN/Art.Nr.: 12910546

PZN/Art.Nr.: 17585565

PZN/Art.Nr.: 03436979

PZN/Art.Nr.: 00694793

PZN/Art.Nr.: 13748591

PZN/Art.Nr.: 19759348

PZN/Art.Nr.: 08032648

PZN/Art.Nr.: 02218855

PZN/Art.Nr.: 08032781

PZN/Art.Nr.: 15561394

PZN/Art.Nr.: 20196123

PZN/Art.Nr.: 17273707

PZN/Art.Nr.: 14270884

PZN/Art.Nr.: 19756166

PZN/Art.Nr.: 19782695

PZN/Art.Nr.: 14270878

PZN/Art.Nr.: 19820585

PZN/Art.Nr.: 14270890

PZN/Art.Nr.: 10169131

PZN/Art.Nr.: 02498286

PZN/Art.Nr.: 02498263
Azelastin einfach erklärt
Azelastin ist ein Arzneistoff aus der Gruppe der Antihistaminika, genauer ein H1-Rezeptorantagonist der 2. Generation. Dabei handelt es sich um eine Wirkstoffklasse, die eingesetzt wird, um allergische Reaktionen zu behandeln oder zu verhindern. Der Wirkstoff blockiert gezielt die Wirkung von Histamin, einem körpereigenen Botenstoff, der bei allergischen Reaktionen eine zentrale Rolle spielt.[1] Histamin wird vom Immunsystem ausgeschüttet, wenn der Körper mancher Menschen mit Allergenen wie Pollen, Hausstaubmilben oder Tierhaaren in Kontakt kommt und darauf allergisch reagiert. Die Folge: es treten typische Symptome wie Juckreiz, Niesen, angeschwollene Schleimhäute oder tränende Augen auf. Indem Antihistaminika die Bindung von Histamin an sogenannte H1-Rezeptoren blockieren, können solche Reaktionen deutlich abgeschwächt werden. Azelastin wird in Arzneimitteln häufig in Form von Azelastinhydrochlorid verwendet. Dabei handelt es sich um das Hydrochlorid-Salz des Wirkstoffs, das eine gute Stabilität und Löslichkeit aufweist.
Der Wirkstoff wird vor allem lokal und meist in Form von Nasensprays oder Augentropfen angewendet. Dies ermöglicht eine direkte Wirkung an den Schleimhäuten von Nase oder Augen und somit gezielt dort, wo allergische Beschwerden auftreten. Der Stoff gehört zudem zu den Phthalazinon-Derivaten und weist eine relativ lange Wirkdauer von bis zu 12 Stunden auf.[2]
Wirkmechanismus: so werden allergische Symptome gelindert
Die Wirkung des Antihistaminikums basiert hauptsächlich auf der Blockade der Histamin-H1-Rezeptoren. Wenn Histamin als zentraler Botenstoff allergischer Reaktionen an H1-Rezeptoren bindet, kann es unter anderem zu Symptomen wie erhöhter Schleimproduktion, Rötungen oder Juckreiz kommen. Azelastin verhindert diese Bindung und kann somit dazu beitragen, allergische Reaktionen zu reduzieren. Darüber hinaus kann der Stoff im Speziellen die Freisetzung von Entzündungsmediatoren aus Mastzellen hemmen und somit eine Freisetzung von Histamin verhindern.[3] Neben der antihistaminischen Wirkung ist der Stoff auch für seine entzündungshemmenden Eigenschaften bekannt.[4]
Anwendungsgebiete
Der Wirkstoff wird vor allem zur Behandlung allergischer Erkrankungen der oberen Atemwege und der Augen eingesetzt. Die häufigsten Anwendungsgebiete sind:
- Allergische Rhinitis: Ein zentrales Einsatzgebiet ist die allergische Rhinitis, auch bekannt als Heuschnupfen. Dabei reagiert das Immunsystem überempfindlich auf bestimmte Allergene wie Pollen, Hausstaubmilben oder Tierhaare. Typische Symptome können Niesen, eine laufende oder verstopfte Nase sowie Juckreiz in Nase und Rachen sein. Die allergische Rhinitis wird meist mit Nasenspray behandelt. Durch die lokale Wirkung an den Nasenschleimhäuten kann der Wirkstoff allergischen Reaktionen dort gezielt entgegenwirken.
- Allergische Bindehautentzündung: Bei einer allergischen Konjunktivitis kann Azelastin ebenfalls gut eingesetzt werden. Typische Beschwerden sind juckende, gerötete oder tränende Augen. In diesem Fall werden folglich Augentropfen angewendet, um Symptome zu lindern.
- Ganzjährige allergische Beschwerden: Neben saisonalen Allergien wie Heuschnupfen kann das Antihistaminikum auch bei ganzjährig auftretenden allergischen Beschwerden eingesetzt werden. Dazu zählen unter anderem Allergien gegen Hausstaubmilben oder Tierhaare. Auch in diesen Fällen kann die lokale Anwendung helfen, die Symptome zu lindern und somit die Lebensqualität zu verbessern.
- Nasenspray: Sehr selten bitterer Geschmack im Mund, Reizung der Nasenschleimhaut, Niesen, Müdigkeit, Kopfschmerzen, in seltenen Fällen Nasenbluten
- Augentropfen: Irritationen, kurzzeitig verschwommenes Sehen, Trockenheit, Rötungen
- Vor der Anwendung eines Nasensprays sollte die Nase vorsichtig gereinigt werden. Beim Sprühen wird der Kopf leicht nach vorne geneigt, damit sich der Wirkstoff gleichmäßig auf der Nasenschleimhaut verteilt.
- Augentropfen sollten möglichst so angewendet werden, dass die Tropfspitze nicht in direkten Kontakt mit den Augen oder den Fingern kommt, um Verunreinigungen zu vermeiden.
- Die Dosierung und Häufigkeit der Anwendung variieren je nach Präparat. Wenn sich allergische Symptome nicht besser oder gar verschlimmern, sollte ebenfalls ärztliches Fachpersonal hinzugezogen werden.
Nebenwirkung des Stoffs
Wie viele Arzneimittel kann auch Azelastin Nebenwirkungen verursachen. Diese müssen aber nicht zwangsweise immer oder bei jeder Patientin beziehungsweise jedem Patienten vorkommen. Folgende Beschwerden können vereinzelt auftreten:[5]
Systemische Nebenwirkungen wie Müdigkeit oder Kopfschmerzen sind bei lokaler Anwendung eher selten. Wenn Nebenwirkungen jeglicher Art jedoch generell länger anhalten oder besonders stark ausgeprägt sind, ist es ratsam, eine Ärztin oder einen Arzt aufzusuchen.
Anwendungshinweise
FAQ
Wie schnell wirkt Azelastin?
Bei lokaler Anwendung in Form von Nasenspray oder Augentropfen setzt die Wirkung oftmals innerhalb kurzer Zeit ein. Ein Wirkeintritt von 15 Minuten ist möglich.[6] Die genaue Wirkungsdauer kann je nach Präparat und individueller Reaktion variieren.
Sind Medikamente, die den Wirkstoff enthalten, rezeptpflichtig?
Viele Nasensprays und Augentropfen sind apothekenpflichtig, aber rezeptfrei erhältlich.
Macht Azelastin müde?
Der Wirkstoff gehört zu den Antihistaminika der zweiten Generation und wirkt bei lokaler Anwendung nur wenig sedierend. Dennoch ist Müdigkeit eine der möglichen Nebenwirkungen.
Kann der Wirkstoff langfristig angewendet werden?
Bei saisonalen Allergien wird Azelastin meist dann eingesetzt, wenn es zu Kontakt mit Allergenen kommt. Die maximale Anwendungsdauer sollte jedoch stets mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt abgestimmt werden. Das Nasenspray ist zur Langzeitbehandlung geeignet, es besteht keine zeitliche Beschränkung der Anwendung. Augentropfen sollten ohne Rücksprache mit einer Ärztin oder einem Arzt jedoch nicht länger als sechs Wochen ununterbrochen angewendet werden.
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[1] https://www.gelbe-liste.de/wirkstoffe/Azelastin_21896
[2] https://www.deutschesapothekenportal.de/download/public/poster/dap_poster_allergie.pdf
[3] https://www.gelbe-liste.de/wirkstoffe/Azelastin_21896
[4] https://flexikon.doccheck.com/de/Azelastin
[5] https://www.gelbe-liste.de/wirkstoffe/Azelastin_21896
[6] https://www.deutschesapothekenportal.de/download/public/poster/dap_poster_allergie.pdf
