Mundschutz – Schutz vor Viren und Co

Mundschutz – Schutz vor Viren und Co

Während der Corona-Pandemie entscheiden sich immer mehr Menschen auch unabhängig von politischen Weisungen oder Vorgaben für das Tragen einer Maske in der Öffentlichkeit oder bei Ansammlungen von Personen in geschlossenen Räumen. Je nach Art und Beschaffenheit der Maske kann diese vor ausgestoßenen Tröpfchen und/oder Aerosolen schützen. Als Online-Apotheke möchten wir Sie über einen nachhaltigen Infektionsschutz und die Sinnhaftigkeit eines Mundschutzes aufklären sowie die Unterschiede zwischen den verschiedenen Maskenarten (Mund-Nasen-Schutz, FFP2, KN95, N95, OP-Maske) und Filterklassen aufzeigen. In diesem Ratgeber zum Thema Mundschutz behandeln wir folgende Aspekte:

Inhaltsverzeichnis:
  1. Wie funktioniert ein Mundschutz?
  2. Unterschied Mundschutz und Atemschutz FFP2 bzw. FFP3
  3. Mundschutz für Kinder
  4. Mundschutz richtig tragen
  5. Maskenpflicht: Mundschutz tragen – warum?
  6. Maske nähen – So geht es
  7. Mundschutz in der Apotheke kaufen

Wie funktioniert ein Mundschutz?

Ein Mundschutz, auch Mund-Nasen-Schutz genannt, soll die Anzahl der Krankheitserreger, die über Tröpfchen übertragen werden können, reduzieren. In der Regel besteht er aus Papier oder mehreren Vliesschichten, die mittels Binde- oder Gummibändern am Hinterkopf befestigt werden. Alternativ wird die Mundschutzmaske hinter den Ohren fixiert. Ein kleiner, flexibler Metallbügel sorgt für einen besseren Halt der Maske und drückt sie auf den Nasenrücken, sodass eine vollständige Bedeckung von Mund und Nase ermöglicht wird. Dieser Bügel sorgt dafür, dass die Maske nicht verrutschen kann und das Sichtfeld frei bleibt.

Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes erhöht nicht die eigene Sicherheit, es reduziert jedoch die Ansteckungsgefahr für die Menschen im eigenen Umfeld – sollte man selbst infiziert sein.

Beim Niesen oder Husten werden Abertausende kleine Tröpfchen ausgestoßen, die ab einem Meter weit fliegen könnten. Ist eine Patientin oder ein Patient tatsächlich infiziert, stößt sie oder er beim Niesen oder Husten nicht so viele Erreger aus, wenn ein Mundschutz getragen wird. Daher sind Mundschutzmasken eine sinnvolle Ergänzung der Hygienemaßnahmen wie u. a. häufiges Händewaschen und Verzicht auf das Händeschütteln. Ein Mundschutz verhindert ebenfalls, dass man sich häufig ins Gesicht fasst, was täglich mehrmals unbewusst passiert. Das kann vor einer Infektion insofern schützen, wenn man zuvor mit den Händen mit dem Virus in Kontakt gekommen ist. Weitere Maßnahmen zum Infektionsschutz finden Sie in unserem Ratgeber zum Coronavirus.

Unterschied Mundschutz und Atemschutz FFP2 bzw. FFP3

Eine Atemschutzmaske ist robuster als ein Mundschutz und besteht aus Stoff oder Papier. Im Gegensatz zum Mundschutz liegen FFP-Atemschutzmasken an den Wangen enger an und werden auch als partikelfiltrierende Halbmasken bezeichnet. Sie bieten der Trägerin oder dem Träger besseren Schutz vor dem Coronavirus. FFP-Atemschutzmasken werden auf Basis Ihrer Filterwirksamkeit unterteilt (filtering face piece) und die folgenden Filterklassen gibt es:

KlasseBeschreibung
FFP1
  • Schutz vor ungiftigen Stäuben und Luftverschmutzungen
  • Anwendung bei max. 4-facher Überschreitung des Arbeitsplatzgrenzwertes1
  • für Arbeitsumgebungen ohne giftige Stäube und Aerosole2 geeignet
  • z. B. Bauwesen oder in der Nahrungsmittelindustrie
FFP2
  • Schutz gegen feste und flüssige (auf Wasser- oder Ölbasis) gesundheitsschädliche Stäube, Rauch und Aerosole
  • Anwendung bei max. 10-facher Überschreitung des Arbeitsplatzgrenzwertes
  • wehrt Pollen ab
FFP3
  • Schutz gegen giftige und gesundheitsschädliche Stäube, Rauch und Aerosole
  • Anwendung bei max. 30-facher Überschreitung des Arbeitsplatzgrenzwertes
  • wehrt Pollen, Krankheitserreger wie Bakterien & Viren, Pilzsporen und krebserregende Stoffe ab

1) Arbeitsplatzgrenzwert: Konzentration schädlicher Stoffe am Arbeitsplatz
2) Aerosolpartikel in der Luft sind, im Gegensatz zu Gasmolekülen, feste oder flüssige Teilchen. Ihre Größe reicht von einem Nanometer bis zu mehreren Mikrometern.

Bei Masken mit der Kennzeichnung FFP2 und FFP3 handelt es sich um europaweit gültige Normen. Außereuropäische Länder teilen die Masken in andere Klassen ein.

  • Die europäische Filterklasse FFP2 entspricht der chinesischen Klassifizierungen KN95 und KP95 bzw. die US-amerikanischen N95, R95 und P95.
  • Die europäische Filterklasse FFP3 entspricht der chinesischen Klassifizierungen KN100 und KP100 bzw. die US-amerikanischen N100, R100 und P100.

Die Anforderungen für die jeweiligen Klasse können sich geringfügig voneinander unterscheiden. Die Prüftests, denen diese Masken unterzogen werden, sind zwar nicht identisch, ähneln einander jedoch. Die Atemschutzmasken haben in etwa eine Filterwirksamkeit von 94 bis 95 Prozent oder mehr.

Mundschutz für Kinder

Um Kinder zum Tragen eines Mundschutzes zu motivieren ist es hilfreich, wenn die Maske bunte Farben zeigt und gut sitzt. Als Ergänzung zum Mundschutz kann noch eine Behelfsmaske getragen werden. Mit ein bisschen Geschick können Sie eine Behelfsmaske aus Stoff für Ihr Kind mit passenden Motiven (tolle Muster oder Tiere) selbst nähen. Eine Anleitung dazu finden Sie in diesem Artikel weiter unten.

Mundschutz richtig tragen

In der aktuellen Debatte um das Tragen eines Mundschutzes tauchen immer wieder die gleichen Fragen auf: Wie trägt man den Mundschutz richtig? Und wie oft soll man diesen wechseln? Im Folgenden klären wir Sie über diese Fragestellungen auf und beschreiben, was dafür und dagegen spricht, einen Mundschutz zu tragen.

Wie muss ein Mundschutz sitzen?

Um seine Schutzwirkung zu erfüllen, sollte der Mundschutz Ihren Mund und Ihre Nase vollständig bedecken. Rasieren Sie gegebenenfalls Ihren Bart ab. Nur dann ist ein guter Sitz möglich. Wir raten dazu, die Haare zusammenzubinden, sodass keine Haarsträhnen den Sitz der Maske stören.

Wie oft muss man einen Mundschutz wechseln?

Die Frage lässt sich nicht pauschal beantworten und hängt davon ab, wie viel Sie sprechen und wie schnell die Maske feucht wird. Sie sollten den Mundschutz regelmäßig wechseln, um eine gewisse Schutzfunktion aufrecht zu erhalten. Im Bedarfsfall sollten Sie Ihre Gesichtsmaske zwei bis dreimal pro Tag wechseln. Verzichten Sie auf diese Maßnahme, wird Ihre Maske keine Schutzfunktion mehr erfüllen. Achten Sie daher darauf, die Masken rechtzeitig zu wechseln, um eine Ansteckung weniger wahrscheinlich zu machen.

Mundschutz wieder verwenden

Mittlerweile ist bekannt, dass man das Corona-Virus mit Hitze abtöten kann. Deswegen bietet es sich praktisch an, dass Sie Ihre Stoffmasken – gekauft oder selbst genäht – wieder verwenden. Denn bestimmte Stoffe kann man, wenn sie einmal durchfeuchtet waren, in den erhitzten Backofen legen. Eine Temperatur unter 70 °C reicht nicht aus, damit die Viren absterben. Diese Temperaturen halten viele Stoffe problemlos aus. Ihre Stoffmasken können Sie aber auch waschen – je nachdem aus welchem Material sie ist. Hierfür verwenden Sie am besten den Kochwaschgang ab 70 °C Ihrer Waschmaschine.

Schwieriger stellt sich die Wiederverwendung von professionellen FFP-Masken dar. Wegen des eingebauten Filters sind sie schwieriger zu reinigen. Die FH Münster empfiehlt in ihrer Infobroschüre hierzu zwei verschiedene Vorgehensweisen.

Bei der ersten Variante lassen Sie die Masken bei Raumluft trocknen. Pro Tag tragen Sie eine Maske und lassen diese am nächsten Tag insgesamt sieben Tage trocknen. Das heißt, wenn Sie montags eine Maske tragen, nehmen sie am Dienstag eine frische. Die Maske von Montag können Sie am nächsten Montag wieder tragen. Dieses Vorgehen kann mit jeder Maske bis zu 5 mal wiederholt werden, ehe sie ausgewechselt werden sollten. Falls Sie in eine Maske husten oder niesen, sollte die Maske umgehend getauscht werden.

Bei der zweiten Möglichkeit trocknen Sie die Maske für 60 Minuten im Ofen bei 80 °C bei Ober- und Unterhitze. Lassen Sie zu diesem Zweck die Maske zuvor 24 Stunden trocknen. Legen Sie die Maske mit Backpapier und Bratenthermometer auf ein Backofenrost oder Gitter. Das Thermometer hilft, die tatsächliche Temperatur im Ofen zu ermitteln und Temperaturschwankungen zu bemerken.

Maskenpflicht: Mundschutz tragen – warum?

Je nach Art und Beschaffenheit des Mundschutzes kann dieser den Träger oder die Trägerin sowie deren Umfeld vor Tröpfchen und/oder Aerosolen und somit vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus schützen. Auch ein Mundschutz in Form einer einfachen Mund-Nasen-Bedeckung kann einen Beitrag zur Eindämmung der Verbreitung von SARS-CoV-2 leisten, wenn sie von möglichst vielen Menschen getragen wird.

Was spricht für einen Mundschutz?

Es gibt die Gruppe (von Virologinnen und Virologen), die das Tragen eines Mundschutzes für sinnvoll hält. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler argumentieren, dass sich auf diese Weise die Ausbreitung des Virus verlangsamt und die Bevölkerung besser vor den Coronaviren geschützt werden kann.

Denn bei einigen Infizierten kommt es gar nicht zum Ausbruch der Krankheit. Die Personen können aber trotzdem die Erreger weitergeben. In solchen Fällen kann das Tragen eines Mundschutzes also sinnvoll sein. Das Tragen einer Maske ist vor allem aber dann effektiv, wenn der empfohlene Mindestabstand von 1,5 Metern zusätzlich eingehalten wird.

Wenn also alle Menschen im öffentlichen Raum einen Mundschutz tragen, ließe sich die Verbreitung des Virus eindämmen beziehungsweise verlangsamen, argumentieren die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weiter. Auf diese Weise könne eine Überlastung des Gesundheitssystems vermieden werden. Diese Überlastung würde entstehen, wenn zu viele Menschen in einen bestimmten Zeitraum schwer an Covid-19 erkranken und die Anzahl der Betten auf den Intensivstationen nicht mehr ausreicht.

Ein Mundschutz verhindert zwar nicht eine Ansteckung, reduziert aber das Risiko das Virus selbst zu verbreiten und senkt die Ansteckungskurve. Daher, so die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, sei auch ein selbst genähter Mundschutz besser als gar kein Mundschutz. Ein Tuch kann eine ähnliche Wirkung wie eine DIY-Maske entfalten, verrutscht jedoch leichter.

Welche Maske in welchem Umfang wen schützt, zeigt die folgende Tabelle.

MaskentypSchützt den Träger?Schützt das Umfeld?Von medizinischen Personal benötigt?
Mund-Nasen-Schutzetwas*jaja
FFP2 / FFP3 Maske ohne Ventiljajaja
FFP2 / FFP3 Maske mit Ventiljaneinja
Selbstgebastelte Maske aus Baumwolleetwas*janein
Schal / Halstuchetwas*etwas*nein

*) etwas = große Tröpfchen werden abgefangen

Was spricht gegen einen Mundschutz?

Kritiker und Kritikerinnen warnen, dass ein Mundschutz die Menschen in trügerischer Sicherheit wähnen kann. Die Trägerinnen und Träger könnten zu weniger Vorsicht neigen und die weiteren Hygienemaßnahmen wie das Einhalten des Mindestabstandes oder regelmäßiges Händewaschen nicht mehr einhalten.

Masken nähen – So geht es

Eine Zeit lang waren Mundschutzmasken vergriffen. Viele kamen schnell auf die Idee, selbst Masken herzustellen. Der Trend der selbst genähten Masken hält an, denn viele Personen bedecken Ihre FFP-Atemschutzmaske mit einer zum Outfit abgestimmten Stoffmaske. Hier finden Sie eine tolle Anleitung zum Nähen einer solchen Maske: ➔

Wir möchten darauf hinweisen, dass selbst genähte Stoffmasken keinen Atemschutz darstellen und nicht als Atemschutzmaske deklariert werden dürfen. Dies ist eine geschützte Bezeichnung. Bei den selbst genähten Masken handelt es sich daher um sogenannte Behelfsmasken. Eine weitere Schritt-für-Schritt-Anleitung für Behelfsmasken finden Sie auf der Website der Berliner Krankenhausgesellschaft.

Beachten Sie bitte, dass es keine Belege dafür gibt, dass eine Stoffmaske die Übertragung des Coronavirus verhindert. Achten Sie beim Nähen solcher Masken darauf, dass Sie lediglich kochfeste Stoffe benutzen, um die Maske wieder zu verwenden.

So tragen Sie eine selbstgenähte Stoffmaske richtig und können diese wiederverwenden:

So trägst du Masken richtig Grafik

Quelle: sketchnote-love.com, (Rechte: CC BY-NC-ND)

Mundschutz in der Apotheke kaufen

Einen effektiven und sicheren Atemschutz bzw. medizinischen Mundschutz erhalten Sie in unserer Online Apotheke zum günstigen Preis. Die Atemschutzmasken sind zertifiziert und verfügen über mehrere Lagen eines speziellen Vlies. Daher können Sie sicher sein, dass diese Atemschutzmasken eine Filterleistung von min. 94 Prozent haben und somit einen guten Schutz gegen Bakterien und Viren bieten.

aktualisiert am 19.07.2021

Porträt von Konstantin Primbas

APONEO Apotheke Konstantin Primbas e. K.

„Mit unserem APONEO-Ratgeber möchten wir unseren Kunden Hilfestellung, Orientierung und Antworten auf Ihre Gesundheitsfragen im Alltag geben und damit einer unserer Kernaufgaben - der Beratung – mit unserem Expertenteam gerecht werden.“

Als Gründer und Inhaber steht Apotheker Konstantin Primbas mit seinem Apothekerteam dem APONEO-Ratgeber hilfreich zur Seite. Von A wie Adipositas bis Z wie Zahnfleischentzündung umfasst der beliebte Ratgeber Wissenswertes zu verschiedensten Gesundheitsthemen. Alles aktuell, leicht verständlich und mit passenden Empfehlungen.

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