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Erste Hilfe – Wundversorgung

Versehentlich am scharfen Messer geschnitten oder beim Laufen gestürzt. Immer wieder verletzen wir uns an der Haut. Ob Schnitt-, Stich- oder Schürfwunde – solange wir bestimmte Regeln der Wundversorgung einhalten, heilt das schnell wieder aus.

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Unter dem Begriff Wundversorgung versteht man die Behandlung aller äußeren körperlichen Verletzungen. Die Wundversorgung wird unterteilt in provisorische Wundversorgung (Erste Hilfe) und definitive Wundversorgung durch den Arzt. 

Die Art der Wundversorgung hängt von Tiefe, Ausdehnung und Beschaffenheit der Wunde ab. Ziel der Wundversorgung ist es, Blutungen zu stoppen und das Wundgeschehen bis zur Übernahme durch den Arzt unter Kontrolle zu bringen.

Zu den Maßnahmen der Ersten Hilfe bei Wunden und äußeren Verletzungen gehört:

  • die provisorische Blutstillung durch das Abdrücken mit geeignetem Material;
  • das keimarme, besser noch sterile Abdecken der Wunde mit einer Wundauflage oder einem sterilen Verband, der mit einer elastischen Binde fixiert wird;
  • die Schmerzbekämpfung und das Ruhigstellen von verletzten Extremitäten durch Schienen oder Lagerung.

Niemals dürfen Sie tiefer eingedrungene Fremdkörper aus der Wunde entfernen, da möglicherweise eine Gefäßverletzung vorliegt, die im Rahmen der Ersten Hilfe nicht ausreichend versorgt werden kann!

Wunde säubern und begutachten

Jede Verletzung, die mit einer offenen Wunde einhergeht, sollte zunächst desinfiziert werden. Hierfür eignen sich entsprechende Lösungen und Salben aus der Apotheke, wie Octenisept oder Betaisodona. Sind keine geeigneten Mittel zur Hand, lassen sich kleine Wunden auch mit sauberem Wasser vorsichtig auswaschen. Ebenso ist hochprozentiger Alkohol geeignet (ab 40 Prozent), er kann jedoch sehr brennen. Zum Abtrocknen tupfen Sie die Verletzung am besten mit Baumwolltüchern vorsichtig ab. Diese sollten bei 90 Grad Celsius gewaschen oder gebügelt sein, damit sie keim- und fusselfrei sind.

Entscheiden Sie dann, ob Sie die Wunde selbst versorgen oder lieber einen Arzt hinzuziehen. Folgende Kriterien helfen bei der Beurteilung:

  • die Wunde blutet stark
  • die Größe der Verletzung
  • die Wunde muss genäht werden
  • das Befinden des Verletzten ist schlecht (fahle Gesichtsfarbe, Schwäche, Übelkeit)
  • liegt ein Tetanusschutz vor (darf nicht älter als 8 bis 10 Jahre sein)

Notverbände

Bei schwerwiegenden und großen Wunden, die von einem Mediziner versorgt werden müssen, sollten Sie bis zum Eintreffen des Notarztes Erste Hilfe leisten. Blutet die Wunde stark, geht die Blutstillung vor einer Desinfektion. Legen Sie dazu einen Kompressionsverband an. Dabei decken Sie die Verletzung mit einer sterilen Kompresse ab. Sie ist in jedem Erste-Hilfe-Koffer zu finden. Dann platzieren Sie eine verpackte Binde aus dem Erste-Hilfe-Set oder einen anderen stabilen Gegenstand auf die Kompresse. Nun fixieren Sie mit einer weiteren Binde die Auflage und den Gegenstand auf der Wunde. Achten Sie darauf, dass kein Körperteil von der Durchblutung abgeschnürt wird. Ein Indiz hierfür sind bläulich verfärbte Finger- oder Fußnägel.

Bei großflächigen, aber nicht so stark blutenden Verletzungen desinfizieren Sie nach Möglichkeit die Wunde. Legen Sie dann eine sterile Wundauflage auf den verletzten Bereich und fixieren diese ohne Druck mit einer Binde.

Wundversorgung im Überblick

Wunde mit starker Blutung

Kompressionsverband anlegen (Blutstillung geht vor Desinfektion)

  1. Wunde steril abdecken
  2. stabilen Gegenstand auflegen
  3. alles mit einer Binde fixieren
  4. Bereiche hinter der Wunde kontrollieren, wird die Haut bläulich, ist der Verband zu fest.

Kleine Wunden

  1. Wunde säubern und desinfizieren
  2. sterile Kompresse auflegen
  3. Verband anlegen

Pflasterverband

Wunden sollten mit einem Pflaster oder Verband abgedeckt werden, 

  • wenn sie bluten.
  • wenn mehr als die oberste Hautschicht verletzt ist.
  • wenn Sie eine Wundsalbe aufbringen wollen.
  • um vor Keimen zu schützen.
  • um sie bei Blasenbildung vor weiterem Druck zu schützen, damit die Blase nicht platzt.

Entscheiden Sie zunächst, ob ein Pflaster zur Versorgung der Verletzung ausreicht oder ein Verband besser wäre. Pflaster eignen sich nur für kleine Verletzungen, die nicht übermäßig bluten. Wählen Sie ein Pflaster, dessen Wundkissen die Wunde großzügig bedeckt. Pflasterverbände mit klebenden Seitenrändern schützen die Wunde besser vor weiterem Schmutz als solche ohne Ränder.

Vor dem Auflegen des Pflasters sorgen Sie dafür, dass die Hautareale für die Klebefläche trocken sind. Lassen Sie vorher das Desinfektionsmittel trocknen. Berühren Sie nicht das Wundkissen mit den Fingern, da es sonst unsteril wird. Kleben Sie das Pflaster zügig, aber ohne Druck auf die verletzte Stelle.

Kontrollieren Sie einmal täglich die Wunde. Sollte sich die Wunde entzünden (Rötung, Schwellung, Wärme, ggf. rötlicher Strich, der von der Wunde weg wandert), baden Sie die betroffene Stelle in einem Kamillen- oder Kernseifenbad. Klingt die Entzündung dennoch nicht ab, konsultieren Sie einen Arzt.

Pflasterverband im Überblick

  1. Entscheiden Sie, ob ein Pflasterverband ausreicht
  2. Wunde desinfizieren und trocknen lassen, vor allem die Klebeflächen
  3. Pflaster auflegen, ohne Druck
  4. Wunde einmal täglich kontrollieren

Maßnahmen der Ersten Hilfe bei verschiedenen Wunden

Schürfwunden sollten, wie alle anderen Wunden auch, nicht berührt werden. Verzichten Sie auf das Sauberwischen der Wunde. Ist die Schürfwunde verschmutzt, so können Sie diese unter fließendem Wasser vorsichtig abspülen. Kleine Steinchen oder Splitter können Sie mit einer sterilen Pinzette aus dem Wundgebiet entfernen. 

Bedecken Sie die Schürfwunde nicht mit Mullkompressen oder Pflasterverbänden, da diese leicht mit der Wunde verkleben. Kleinere Schürfwunden können Sie an der Luft heilen lassen. Größere Verletzungen werden mit Wundheilgelen oder Verbänden versorgt, die eine feuchte Heilung der Wunde unterstützen.

Schnitt- oder Platzwunden können – je nach Tiefe – stark bluten. Versuchen Sie daher, zunächst die Blutung zu stoppen. Drücken Sie hierzu mit einer sterilen Kompresse auf den verletzten Bereich. Auch das Hochlagern der betroffenen Körperstelle trägt zum Abklingen der Blutung bei. Lässt sich die Blutung nicht stillen, legen Sie einen Druckverband an und alarmieren Sie den Notdienst.

Größere Schnitt- und Platzwunden müssen nach der provisorischen Wundversorgung innerhalb von sechs Stunden einem Arzt vorgestellt werden, da diese eventuell genäht, geklammert oder gestrippt werden müssen.

Oberflächliche Schnitt- und Platzwunden können Sie mit einem Wundheilgel versorgen. Auch Verbände, die die feuchte Wundheilung unterstützen, sind für die Wundversorgung geeignet.

Bisswunden, zumeist durch Hunde oder Katzen verursacht, sollten immer dem Arzt vorgestellt werden. Im Rahmen der Erstversorgung decken Sie diese mit einer sterilen Kompresse ab. Stärkere Blutungen können Sie mit einem Druckverband zum Abklingen bringen.

Wundversorgung durch den Arzt

Ziel der definitiven Wundversorgung durch den Arzt ist die alsbaldige Heilung der Verletzung. Um den Heilungsprozess nicht zu erschweren, muss eine Infektion durch das Eindringen von Keimen in die Wunde verhindert werden. Eitrige Wunden hingegen werden gesäubert, um Keime aus dem Wundbereich zu entfernen. Bei älteren Verletzungen wird bereits abgestorbenes Gewebe entfernt. Als keimfrei gelten nur solche Verletzungen, die jünger als sechs Stunden sind. Nur diese werden genäht. Bisswunden werden grundsätzlich nicht genäht.

Text: Tilman Bemm
Redaktion: Traute Sternberg, 6. September 2012