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Läuse

Auf dem Kopf juckt und krabbelt es, und man muss sich häufig kratzen? Dann lohnt es sich, den Kopf genauer zu untersuchen, vielleicht hat man sich Läuse eingefangen.

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Ursachen von Läusen

Läuse sind blutsaugende Insekten, die die Kopfhaut, aber auch die Achsel- und Schamhaare befallen können oder in der Kleidung vorkommen. Es existieren drei unterschiedliche Arten von Läusen, die uns Menschen befallen können.

Die Kopfläuse sind in der Regel auf dem behaarten Kopf zu finden. Die Ansteckung erfolgt über gemeinsam benutzte Kleidungsstücke, wie Mützen. Sie können aber auch von Kopf zu Kopf wandern (beispielsweise im Schulbus). Dabei spielt es keine Rolle, wie gepflegt und sauber der Befallene ist. Da Kinder gerne „die Köpfe zusammenstecken“ werden meistens Kindergarten- oder Schulkinder befallen.

Filzläuse werden meist nur durch sehr engen Kontakt wie beim Geschlechtsverkehr übertragen. Diese Läuse befallen bevorzugt die Behaarung der Schamregion, aber auch die Brust- oder Achselhaare.

Kleiderläuse halten sich nur in Kleidung auf. Nur für ihre Blutmahlzeit befinden sie sich direkt am Körper des Befallenen. Übertragen werden Sie, wenn viele Personen auf engem Raum zusammenleben und beim gemeinsamen Benutzen von Kleidungsstücken, beispielsweise in Gemeinschaftsunterkünften.

Aber keine Panik, die Verbreitung von Filz- und Kleiderläusen ist in westlichen Ländern eher selten geworden.

Symptome bei Läusen

Ist jemand mit Läusen befallen, klagt er über typische Symptome, wie Juckreiz und Hautreaktionen. Bei Kopfläusen klagen die Kinder über starken Juckreiz am Kopf, es zeigen sich dort hochrote Papeln und oft auch Kratzspuren hinter den Ohren und im Nacken. Auch bei Kleiderläusen entstehen kleine, juckende Papeln. Da sie in der Kleidung leben, treten die Bisse häufig an Bereichen von Nähten, Falten und Säumen auf. Bei den Filzläusen erkennt man an der Einstichstelle zunächst keine Papeln, die sich dann zu blauen, schmerzlosen Flecken entwickeln können. Je nach Läuseart kann man an den typischen Stellen Eier der Läuse, die sogenannten Nissen finden.

Bei Läusebefall wird Ihr Arzt zunächst die Krankengeschichte aufnehmen und dann den gesamten Körper und die gefundenen Hautreaktionen begutachten. Bei Kopfläusen kann man mit Hilfe eines Läusekammes leicht die Nissen finden.

Bei einem nachgewiesenen Läusebefall werden die Betroffenen mit einem Läusemittel behandelt, das die Läuse abtötet. Bei Kopflausbefall ist es außerdem wichtig, die Haare regelmäßig mit einem Läusekamm auszukämmen, um die darin befindlichen Nissen zu entfernen. Bei einem Befall mit Kleiderläusen sollte die Kleidung unbedingt gereinigt werden. Bettwäsche sollte bei 60° gewaschen werden. Nicht waschbare Kleidung, Kissen und Matratzen können mit einem Insektizid behandelt werden oder für die Dauer von 2 Wochen eingefroren oder luftdicht verpackt werden. Wichtig ist, die Insektizide genau nach Vorschrift zu benutzen, sonst ist die Gefahr groß, dass einige Läuse die Prozedur überleben.

Bei allen Arten von Läusen ist es wichtig, alle Gegenstände und Kleidungsstücke, an denen sich Läuse befinden können, zu reinigen oder einzufrieren. Auch enge Kontaktpersonen sollten nach Läusen untersucht werden.

Läusen vorbeugen

Die wichtigste Vorbeugung ist, es den Kontakt mit befallenen Personen zu meiden. Suchen Sie außerdem bei jeglichem Verdacht auf Läusebefall Ihren Arzt auf, um die weitere Verbreitung zu verhindern. Hat Ihr Kind tatsächlich Läuse, informieren Sie den Kindergarten oder die Schule und andere Gemeinschaftseinrichtungen, in denen Ihr Kind sich aufhält. Informieren Sie auch Freunde Ihres Kindes, mit denen es Kontakt hatte. Bitte keine falsche Scham, der Befall hat nichts mit mangelnder Sauberkeit zu tun!

Die betroffenen Kinder dürfen die Gemeinschaftseinrichtung erst wieder besuchen, wenn keine Übertragung mehr möglich ist.