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Gehirnerschütterung bei Kindern

Kinder rennen und toben gerne. Dabei kann es leicht auch einmal zu einem unvorhergesehenen Sturz auf den Kopf kommen und im schlimmsten Fall zu einer Gehirnerschütterung.

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Eine Gehirnerschütterung ist ein leichtes Schädel-Hirn-Trauma, meist in Folge einer äußeren Gewalteinwirkung auf den Kopf, wie durch einen Sturz oder Schlag auf den Kopf.

Ursachen einer Gehirnerschütterung bei Kindern

Unser Gehirn ist normalerweise im knöchernen Schädel gut geschützt. Schutz vor Stößen von außen bietet ebenfalls das Gehirnwasser (Liquor), in dem unser Gehirn im Schädel schwimmt. Wird auf unseren Schädel von außen ruckartig eingewirkt und stoppt diese Bewegung dann plötzlich, wie bei einem Sturz oder einem Schlag oder Stoß gegen den Schädel, prallt das Gehirn von innen gegen den Schädelknochen und es entsteht eine Gehirnerschütterung. 

Häufige Ursachen von Gehirnerschütterungen sind Unfälle beim Sport, wie sie beim Boxen, Fahrradfahren, Fußball oder Inlineskating passieren können.

Symptome einer Gehirnerschütterung bei Kindern

Bei einer Gehirnerschütterung kommt es direkt nach dem Unfall zu einer kurzzeitigen Störung des Bewusstseins, die Sekunden oder Minuten andauern kann und sich als Benommenheit, Verwirrtheit, Schläfrigkeit oder kurze Bewusstlosigkeit zeigt. Das Kind kann an einer Amnesie leiden und sich häufig nicht mehr an den Unfallhergang erinnern. Manchmal betrifft die Gedächtnislücke auch die Zeitspanne unmittelbar vor oder nach dem Unfall. Es kann weiterhin zu Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen kommen. Die Symptome können verzögert einsetzen oder nur teilweise auftreten.

Einige Symptome, wie Kopfschmerzen, Schwindel und Konzentrationsstörungen können auch einige Wochen nach dem Unfall fortbestehen.

Diagnose und Therapie

Treten nach einem Unfall Ihres Kindes Symptome einer Gehirnerschütterung auf, sollten Sie unverzüglich einen Arzt aufsuchen oder den Notarzt verständigen. Einen Notarzt sollten Sie auf jeden Fall rufen, wenn die Bewusstlosigkeit des Kindes länger als einige Minuten anhält, es nach dem Aufwachen wieder schläfrig wird oder nicht ansprechbar ist, oder wenn es erbrechen muss oder verwirrt ist.

Eine Gehirnerschütterung ist ein Schädel-Hirn-Trauma. Der Arzt wird anhand einer Skala und den Reaktionen des Patienten einschätzen, wie schwer das Trauma ist. Außerdem untersucht der Arzt den Kopfbereich auf eventuelle Verletzungen und veranlasst eine Computertomographie (CT) oder eine Magnetresonanztomographie (MRT) und eine Röntgenaufnahme.

Bei einer Gehirnerschütterung sollte das Kind 24 Stunden ärztlich überwacht werden, um schwerere Verletzungen auszuschließen. Anschließend müssen unbedingt einige Tage lang Bettruhe einhalten werden und das Kind sollte sich schonen. Gegen die Kopfschmerzen können Schmerzmittel gegeben werden und bei Übelkeit so genannte Antiemetika.

Das betroffene Kind sollte einige Zeit auf Sport, Fernsehen, Computerarbeit und langes Lesen verzichten.

Kommt es nach einer Gehirnerschütterung nach einer symptomfreien Zeit zu plötzlichen starken Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen und Veränderung der Bewusstseinslage, sollte sofort ein Krankenhaus aufgesucht werden, um Folgeschäden zu verhindern.

Gehirnerschütterungen bei Kindern vermeiden

Achten Sie darauf, dass Ihr Kind beim Fahrrad- oder Rollerfahren grundsätzlich einen Helm trägt, Dies gilt ebenfalls, wenn Sie es im Fahrradsitz oder -anhänger mitnehmen. 

Stellen Sie Spiel- und Klettergerüste im Haus und Garten nur auf weichem Boden auf. 

Lassen Sie Ihr Kind auf der Wickelkommode, im Hochsitz und im Kindersitz des Einkaufswagens nicht unbeaufsichtigt und sichern Sie es im Kinderwagen mit einem Gurt. 

Sichern Sie Treppen mit einem Gitter.