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Erste Hilfe bei epileptischem Anfall

Der epileptische Anfall ist ein deutliches Symptom der Epilepsie und benötigt keine notärztliche Versorgung. Schützen Sie den Betroffenen vor Verletzungen und Gefahr.

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Ein epileptischer Anfall ist eine Funktionsstörung des Gehirns. Grundsätzlich ist der epileptische Anfall auf die Erkrankung „Epilepsie“ zurückzuführen, an der in Deutschland circa 500.000 Menschen leiden. Epilepsie kann in jedem Alter auftreten. Ein erhöhtes Krankheitsrisiko zeigt sich aber bei Kindern und bei Menschen ab 60 Jahren. 

Das einmalige Auftreten eines epileptischen Anfalls ist dabei jedoch nicht gleichbedeutend mit der Diagnose Epilepsie. Circa zehn Prozent der Bevölkerung erleiden mindestens einmal im Leben einen epileptischen Anfall, ohne tatsächlich an Epilepsie erkrankt zu sein.

Ursachen und Symptome eines epileptischen Anfalls

Beim Krankheitsbild der Epilepsie unterscheidet man die genetische Epilepsie, die symptomatische Epilepsie und die Epilepsie mit ungeklärter Ursache. 

  • Die genetische Epilepsie tritt infolge eines genetischen Defekts auf, bei dem der epileptische Anfall zu den Hauptsymptomen zählt. 
  • Die symptomatische Epilepsie wird durch strukturell bedingte Schädigungen oder durch Stoffwechselstörungen des Nervensystems ausgelöst. Dabei kann es sich zum einen um angeborene oder erworbene Fehlbildungen oder Schädigungen des Gehirns handeln. Zum anderen können auch Schlaganfälle, Gehirnhautentzündungen, Vergiftungen sowie Alkohol-, Drogen- und Medikamentenmissbrauch zur symptomatischen Epilepsie führen. 
  • Bei einer ungeklärten Epilepsie ist die Ursache der Erkrankung nicht auszumachen, wird aber im Gehirn vermutet.

Symptomatisch für alle Formen der Epilepsie ist der epileptische Anfall. Ein epileptischer Anfall tritt meist völlig unvermittelt auf und dauert oft nur wenige Sekunden oder Minuten. Verursacht wird ein epileptischer Anfall durch abnorme, synchronisiert auftretende elektrische Entladungen der Nervenzellen. 

Diese spontan auftretenden Entladungen der Neuronen können sich in einzelnen Gehirnregionen zeigen, also fokal auftreten, oder das gesamte Gehirn betreffen. Ist Letzteres der Fall, spricht man von der generalisierten Form. Abhängig von der betroffenen Gehirnregion zeigen sich letztlich auch die spezifischen Symptome des epileptischen Anfalls.

Große epileptische Anfälle, auch als Grand-Mal-Anfälle bezeichnet, führen dazu, dass der Patient zu Boden stürzt und das Bewusstsein verliert. Arme, Beine und Rücken werden krampfartig durchgestreckt. Der gesamte Körper weist rhythmische Zuckungen auf. Einnässen, Einkoten oder Atemstörungen können den epileptischen Anfall begleiten.

Ein epileptischer Anfall kann auch bei völlig gesunden Menschen auftreten. Als Auslöser hierfür gelten Schlafentzug, Veränderungen im Mineralhaushalt des Körpers, beschleunigtes Atmen bzw. Hyperventilation, Entzug von Alkohol oder Medikamenten sowie stark flackerndes Licht.

Maßnahmen zur Ersten Hilfe bei einem epileptischen Anfall

Ein epileptischer Anfall ist kein Notfall, sondern lediglich ein Symptom. Eine notärztliche Versorgung ist daher nicht erforderlich. Als wichtigste Erste-Hilfe-Maßnahme sollten Sie darauf achten, den Betroffenen vor Verletzung und Gefahr zu schützen! 

Befindet sich der Patient in einem Gefahrenbereich, beispielsweise im Schwimmbecken, auf der Straße, an laufenden Maschinen oder dergleichen, bringen Sie ihn in Sicherheit und platzieren ihn so, dass er sich nicht an spitzen, scharfen, heißen oder kantigen Gegenständen verletzen kann. 

Darüber hinaus schränken Sie die Bewegungsfreiheit des Betroffenen nicht ein. Den Kopf des Patienten lagern Sie auf einer weichen Unterlage. Beengende Kleidungsstücke werden geöffnet.

Bei einem epileptischen Anfall besteht immer die Gefahr, dass der Patient sich auf Lippen oder Zunge beißt. Medizinisches Fachpersonal verwendet in solchen Fällen spezielle Gummikeile zum Schutz des Mundes. Im Rahmen der Ersten Hilfe sollten Sie als Laie allerdings davon absehen, dem Betroffenen Gegenstände zwischen Lippen oder Zähne zu schieben. Der mögliche Schaden, den Zähne oder Kiefergelenk dabei nehmen könnten, wiegt schwerer als eine eventuelle Bissverletzung.