Tag der Apotheke: Wir brauchen Online und Offline!

Berlin, 17.06.2015 Am 18. Juni ist „Tag der Apotheke“, ausgerufen von der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.

17.6.2015. - Der 18. Juni ist „Tag der Apotheke“. Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände ruft den Tag aus, um auf die Bedeutung von Apothekern und pharmazeutischen Angestellten als Heilberufe aufmerksam zu machen. Und auf ihre Rolle bei der Arzneimittelversorgung für die Bevölkerung. Das Motto des Tages in diesem Jahr: Bauchgefühl beziehungsweise Magenbeschwerden. Bauchschmerzen mag auch so mancher Apotheker mit der Aktion haben - vor allem die Versandapotheken. Denn: Die Kampagne fokussiert traditionell auf die stationäre Apotheke, so wie der Verband insgesamt auf die Vor-Ort-Apotheken fokussiert. Online-Händler haben ihren eigenen Verband und eigene Aktionen. „Es wäre längst an der Zeit, die grundsätzliche Trennung aufzuheben“, sagt Konstantin Primbas. Er ist Gründer und Inhaber der Online-Apotheke Aponeo. Aponeo zählt mit einem Umsatz von knapp 40 Millionen Euro zu den zehn größten Versandhändlern für Medikamente, Beauty- und Wellness-Produkte in Deutschland. „Ob Online oder Offline, wir haben alle dasselbe Ziel. Wir stellen die Versorgung mit Arzneimitteln sicher. Wir sind alle Apotheker und Pharmazeuten.“ Eine gegenseitige Mitgliedschaft in den jeweiligen Verbänden sei sinnvoll. „Aber die Gräben sind noch immer groß.“

Primbas kennt die Vorurteile: Online-Apotheken seien Schuld am Niedergang der klassischen Eck-Apotheke, so heiße es. Die billigen Preise der Online-Konkurrenz seien der Grund. Die Realität jedoch sei eine andere. „Präsenz-Apotheken verdienen ihr Geld mit rezeptpflichtigen Medikamenten. Bei Online-Apotheken spielt das Rezept dagegen fast keine Rolle. Im Versandhandel liegt der Fokus auf Beauty, Kosmetik und Medikamenten, die rezeptfrei sind.“ Ein anderer Fokus, kaum Schnittmengen – die Erklärung für die Probleme mancher Eck-Apotheke liege viel mehr in veränderten gesetzlichen Regelungen. Rezeptpflichtige Medikamente seien dadurch heute weniger lukrativ als früher – der gesetzliche Rahmen hat das wirtschaftliche Standbein der Vor-Ort-Apotheke getroffen. Ohnehin entbehre die Diskussion nicht einer gewissen Ironie. Denn hinter jeder Versandapotheke müsse immer auch eine Präsenz-Apotheke stehen. Der Gesetzgeber bestimme das so. „Man ist also beides, und man kannibalisiert sich ja nicht selbst.“ Auch Primbas habe eine Präsenz-Apotheke, plane langfristig sogar noch weitere. Ein kleines Netz aus bis zu vier Filialen in Berlin. „Wir brauchen in Deutschland generell beides und werden auch dauerhaft beides haben, den Versandhandel und die Vor-Ort-Versorgung“, so Primbas. Er schränkt jedoch ein: „Es wird dabei immer eine gewisse Konsolidierung geben. Das gilt aber sowohl für die Online- als auch die Offline-Apotheken.“

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