Neue Logistiklösung für Online-Apotheken

Aponeo erstmals mit Lieferung rezeptpflichtiger Medikamente noch am Tag der Bestellung


Berlin, 30. Januar 2015. Ware bestellen und noch am gleichen Tag erhalten – die so genannte Same-Day Delivery – ist spätestens seit dem vergangenen Jahr ein großer Trend im Online-Handel. Faktisch ausgeklammert von einer taggleichen Lieferung waren bislang jedoch rezeptpflichtige Medikamente. Grund ist der gesetzliche Rahmen. „Der Gesetzgeber schreibt vor, dass die jeweiligen Rezepte immer in Papierform vorliegen müssen“, sagt Konstantin Primbas, Gründer und Inhaber von Aponeo. Das Unternehmen zählt zu den zehn größten Online-Apotheken Deutschlands. Für den E-Commerce bedeutete der gesetzliche Rahmen bisher: Der Kunde muss das Rezept per Post an seine Versandapotheke schicken, und die Apotheke darf erst dann ausliefern lassen. „Eine taggleiche Zustellung war so in Deutschland ohne großen Aufwand bislang nicht möglich“, kritisiert Primbas. Um die Lieferung am gleichen Tag dennoch zu ermöglichen, geht Aponeo jetzt gemeinsam mit seinem Logistikdienstleister DHL Paket neue Wege. „Wir lassen die Rezepte per Kurier beim Kunden abholen, übergeben sie direkt an die Online-Apotheke und stellen die Medikamente noch am gleichen Tag zu“, sagt Dr. Ole Nordhoff, Senior Vice President Business Customers bei DHL Paket. Dabei kann der Kunde zwischen zwei Zeitfenstern wählen: die Zustellung kann 18 bis 20 Uhr oder 20 bis 22 Uhr erfolgen. Der neue Service ist zunächst auf den Großraum Berlin beschränkt.

Ein Grund für das Engagement von DHL Paket: Dr. Ole Nordhoff sieht es als seine Aufgabe, auch neuen Segmenten im E-Commerce zum Durchbruch zu verhelfen. Mit dem DHL Kurierservice wurde dafür eine wichtige Grundlage geschaffen. In über 50 deutschen Städten in 14 Ballungsräumen Deutschlands ist die taggleiche Lieferung für Händler unterschiedlichster Branchen und deren Endkunden bereits möglich. „Für Aponeo haben wir den bestehenden Service noch einmal erweitert und können jetzt erstmals auch rezeptpflichtige Medikamente noch am Tag der Bestellung ausliefern“, erklärt Dr. Ole Nordhoff.

Noch ist es deutschlandweit ein Novum. Aber andere Online-Apotheken könnten schon bald folgen. „Die taggleiche Zustellung ist generell bei vielen Unternehmen ein Thema“, sagt Christian Buse. Er ist Vorstandsvorsitzender beim Bundesverband Deutscher Versandapotheken (BVDVA). Das Potenzial bei rezeptpflichtigen Medikamenten sei groß:
Laura Steinbach, Handballerin bei den Spreefüxxen und Nationalspielerin: „Ich bin Leistungssportlerin und berufstätig. Da muss ich natürlich Zeit sparen, wo es nur geht.“ Fotos: Joern Dudek

Von bewegungseingeschränkten älteren Menschen bis hin zum Leistungssportler, der Rezepte vom Teamarzt noch während des Trainings an den Kurier geben kann – der neue Lieferservice könne auf breiter Front Erleichterung bringen. „Allerdings zeigt die Umständlichkeit und der Aufwand, der hinter dem Service steht, dass wir einen Wandel in Deutschland brauchen." Politik, Gesundheitswirtschaft und Gesellschaft seien gleichermaßen gefordert. „Es ist richtig und wichtig, in sensiblen Feldern wie dem Gesundheitsmarkt hohe Standards zu setzen“, so Buse. Nur dürfte Deutschland bei der Telemedizin nicht hinterherhinken. „Es geht nicht nur darum, dass Rezepte noch immer nicht digital vom Arzt zur Apotheke übermittelt werden dürfen. Es geht generell um den Datenaustausch zum Wohl des Patienten.“

Andere Länder seien hier weiter. Angst um den Datenschutz sei einer der Gründe. Buse: „Am Bundesgesundheitsministerium liegt es jedenfalls nicht.“ So habe sich Minister Herrmann Gröhe längst zur Digitalisierung und Vernetzung im deutschen Gesundheitswesen bekannt. Erst kürzlich nannte er die digitale Vernetzung in der FAZ „Motor für den medizinischen Fortschritt“; ein E-Health-Gesetz werde jetzt auf den Weg gebracht. Dass es immer wieder Blockierer gebe, die den „großen Fortschritt ins digitale Zeitalter des Gesundheitswesens mit fadenscheinigen Argumenten aufhalten wollen“, so Gröhe in der FAZ, sei ihm unverständlich. Gröhe: „Es ist falsch, dass es nicht genug Datenschutz gebe. Das Gegenteil ist der Fall.“

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