Taggleiche Lieferung: APONEO startet „Berlin Express“

Berlin, 18.09.2013 Die Veranstaltungsreihe E-Commerce-Hauptstadt Berlin befasste sich mit der nächsten Revolution des Handels

Der neue Trend im E-Commerce ist immer deutlicher zu erkennen: Die Grenzen zwischen On- und Offline-Handel erodieren. Ob Elektronikartikel oder Lebensmittel – der digitale Warenkorb schluckt alles. Auf den Smartphone-Bildschirmen bildet die nächste Revolution des Handels bereits ihre Apps ab: Taggleiche Lieferung, von der Logistikbranche „Same Day Delivery“ genannt.

Diesem spannenden Themenkreis widmete sich die Veranstaltungsreihe „E-Commerce-Hauptstadt Berlin“ auf einer Podiumsdiskussion am 16. September im Palais der Kulturbrauerei, zu der die APONEO Deutsche Versandapotheke eingeladen hatte. APONEO hat mehr als 140.000 Artikel im Angebot – vom rezeptfreien Medikament bis zu Kosmetika –, beliefert fast 600.000 Kunden und machte 33 Millionen Umsatz im Jahr 2012. Jetzt geht das Modell „Berlin Express“ an den Start. Wer bis 12 Uhr bestellt, wird noch am gleichen Tag beliefert. Er kann zwischen zwei Zeitfenstern wählen und bekommt die Ware komfortabel ohne zusätzlichen Aufpreis ins Haus geliefert. Zu Preisen, die häufig bis zu 30 Prozent unter denen der stationären Apotheken liegen.

Der Firmeninhaber Konstantin Primbas, selbst Gründer im Bereich E-Commerce und ausgestattet mit sieben Jahren Erfahrung im Online-Versandhandel, diskutierte mit Pionieren und Partnern über Gegenwart und Zukunft der Taggleichen Lieferung. Spannend ist vor allem die Frage, wie sich das Kundenverhalten ändern wird. Danilo Frasiak, Geschäftsführer der Cyberport GmbH, berichtete von einer Elektronikkundschaft, die sogar für Fernseher und Waschmaschinen taggleiche Belieferung in Anspruch nimmt. Die Dresdner waren im Jahr 1999 online gestartet. Heute betreibt der Onlinehändler auch 14 Filialen. „Der Kunde will von uns qualifizierte Beratung und Einkaufserlebnis, der Lieferweg ist ihm ziemlich egal“, beobachtet Frasiak. „Es gibt eine große Dienstleisterbereitschaft in fast allen Regionen, so dass wir in aller Regel drei Stunden Lieferzeit einhalten können.“

Olivier Kanitzky, REWE-Verkaufsleiter Nord/Ost, beobachtet ein wachsendes Interesse am Lieferservice für Lebensmittel in Ballungsgebieten. Dominant seien die kurzfristigen Wünsche. „Wir können keinen besonderen Bestellertyp ausmachen. Beteiligt sind alle Bevölkerungsgruppen.“

Bei der DHL – mit einer anderen Sendungsstruktur – steht die jüngere Klientel obenan. „Berufstätige, die tagsüber nicht zu Hause sind, und Familien mit Kindern, die sich gewissermaßen Freizeit erkaufen wollen“, ortet Thomas Königs, Projektleiter same day / Leiter Convenience Logistics, DHL Paket Deutschland, häufig in den Käufergruppen. Ältere Menschen hätten oft noch Vorbehalte, besonders gegen die Bestellung von Lebensmitteln über das Internet. Erfreulich gering sei aber die Retourenquote, gerade auch auf diesem Feld. Es gebe kaum Sendungen, die sich als nicht zustellbar erweisen. „Erkennbar ist, dass die Empfänger immer größeren Wert auf den Lieferkomfort legen. Zeitfenster werden das große Thema der nächsten Jahre sein.“

Allerdings hält die DHL dafür bisher nur in den Abendstunden Angebote bereit. Man arbeite jedoch daran, auch mittags und in weiterer Zukunft sogar in den Morgenstunden Zeitfenster zu eröffnen. Ein Vorhaben, das auch den DHL-Partner APONEO anspornt. Die Apotheker benötigen besonders viel Kreativität, wenn sie an neuen technischen Abläufen tüfteln. „Jede Bestellung muss fachlich bewertet, jede Sendung auf höchste Sicherheit geprüft werden“, sagt Primbas, „und im Zweifelsfall auch mal zurückgehalten werden können. Als Inhaber hafte ich für jeden Fehler persönlich. Also kann ich mir keinen leisten.“

Befragt von Moderator Jochen Kirsch, dem Herausgeber von Exciting Commerce, wies der Versandapotheker darauf hin, dass er mit dem Berlin Express neue Kundengruppen gewinnen will, die vorher in die stationäre Apotheke gegangen sind.  Das Projekt haben APONEO und die DHL gemeinsam entwickelt. Es soll auch auf die Belieferung mit rezeptpflichtigen Artikeln ausgedehnt werden. Konstantin Primbas hält sich für jede neue Logistikidee offen: „Wohin die Reise geht, wissen wir noch nicht. Sicher ist nur: Wir sind immer dabei.“

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