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Ein neuartiges Testsystem soll künftig bereits Krebserkrankungen im Anfangsstadium aufspüren. Der am Fraunhofer-Institut entwickelte Mikorfluidikchip spürt Markenproteine auf, die für eine Krebserkrankung charakteristisch sind.
Die gemessene Konzentration, in der sich solche Tumormarker im Blut des Patienten befinden, soll Ärzten helfen, Erkrankungen frühzeitig zu diagnostizieren. Ähnliche Testverfahren gibt es bereits, sie messen jedoch nicht allzu genau und benötigen eine größere Anzahl an Molekülen im Blut. Zudem müssen die Tests im Labor durchgeführt werden.
„Wir haben die Nachweisgrenze gegenüber dem Stand der Technik um einen Faktor hundert verbessert. Brauchte man zum Nachweisen von Tumormarkern in einer bestimmten Blutmenge bisher hundert Moleküle, so reicht uns eines. Auf diese Weise lassen sich Krankheiten viel früher erkennen, als das mit bisherigen Methoden möglich ist“, sagt Dr. Jörn Probst, Geschäftsfeldleiter am Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC.
Die Forschergruppen entwickeln jetzt einen Demonstrator, der vier Biosensoren vereint, die auf einzelne Moleküle reagieren. Zudem arbeiten die Experten daran, mehrere Tumormarker gleichzeitig nachzuweisen. In einigen Jahren soll das System auf den Markt kommen.
Jährlich erkranken rund 440.000 Menschen neu an Krebs und circa die Hälfte der Erkrankten stirbt daran, schreibt die Helmholtz Gesellschaft anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar. Damit gehören die Tumorerkrankungen zu den großen und oft unheilbaren Volkskrankheiten. Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) hat in Partnerschaft mit der Deutschen Krebshilfe einen Krebsinformationsdienst aufgebaut, der Patienten und ihren Angehörigen umfassende Beratung auf dem neuesten Stand der Wissenschaft anbietet und auf sehr großes Interesse der Öffentlichkeit gestoßen ist.
Diese Informationsangebote, einige große Erfolge bei der Entwicklung neuer Medikamente und Therapien sowie wichtige Ergebnisse aus der jüngsten Grundlagenforschung hat die Helmholtz Gemeinschaft auf einer neuen Webseite zum Weltkrebstag zusammen gestellt: www.helmholtz.de/weltkrebstag.
Quelle: Fraunhofer-Institut, idw-online
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