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Kein Honig im ersten Jahr

(11.07.2008) Honig enthält gelegentlich Sporen eines Bakteriums. Dieses kann bei Säuglingen gesundheitliche Schäden hervorrufen. Die DGF rät daher zur Vorsicht bei Kindern im ersten Lebensjahr.

Kein Honig im ersten Jahr Säuglinge sollten bis zum ersten Lebensjahr keinen Honig essen, so die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGF). Nach Angaben der Gesellschaft kann dieser in seltenen Fällen Sporen des Bakteriums Clostridium botulinum enthalten.

Die Darmflora von Säuglingen ist im ersten Jahr noch nicht komplett ausgebildet. Aus diesem Grund können sich die Bakterien ungehindert im Darm der Säuglinge ansiedeln und bei ihrer Vermehrung das gefährliche Botulinumtoxin produzieren. Diese Substanz kann ernst zu nehmende Auswirkungen auf die Atmung der Kleinsten haben, so Antje Gahl, Ernährungswissenschaftlerin der DGF.

Botulinumtoxin ist unter dem Namen Botox als Anti-Falten-Mittel bekannt. Die Substanz ist ein Gift, das die Übertragung von Impulsen an die Nervenzellen verhindert und so die Muskeln lähmt. Panik sei hier jedoch nicht nötig, da gesundheitliche Folgen für die Säuglinge bisher nur selten in Deutschland aufgetreten sind, so Gahl. Hierzulande wurden dem Robert-Koch-Institut seit 1996 acht Fälle von Säuglingsbotulismus gemeldet. Eltern sollten jedoch aus reiner Vorsicht auf Honig verzichten, so die Ernährungswissenschaftlerin.

Für ältere Kinder und Erwachsene ist Honig ungefährlich, da eine völlig ausgebildete und gesunde Darmflora das Auskeimen der Sporen verhindert. „Die Empfehlung gilt wirklich nur für Säuglinge. Sie gilt auch nicht für Honig als Bestandteil von verarbeiteten Nahrungsmitteln“, stellt Gahl klar. Mit Honig gesüßte Babynahrung in Gläsern, wird vorher erhitzt, so dass die Bakterien abgetötet werden.


Quelle: Apotheke-Adhoc

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